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Endlich eine Serie starten. Der wichtige Sieg bei Hertha BSC soll für Mainz 05 kein Einzelfall bleiben. Gegen Schalke will Trainer Achim Beierlorzer die Tugenden aus Berlin wieder auf dem Platz sehen und schürt den Konkurrenzkampf.

Eine gewisse Leichtigkeit ist spürbar im Mainzer Training. Der Sieg bei der Hertha aus Berlin wirkt befreiend. "Natürlich ist die Mannschaft gut gelaunt, das tut uns allen gut", bestätigt Achim Beierlorzer, der vor allem die Art und Weise des Erfolgs nochmal hervorhob. Denn seine Mannschaft habe "in Berlin mit einer großen Souveränität gewonnen und einen unheimlichen Willen gezeigt". Der 52-Jährige sieht sich und seinen Kurs bestätigt, dass in den letzten Wochen nur Kleinigkeiten zum Erfolg gefehlt haben. Und so war die Stimmung auf dem Trainingsplatz trotz Regen und starkem Wind gelöst, aber konzentriert.

Schwung aus Berlin mitnehmen

Am Sonntag (18 Uhr) wartet mit Schalke 04 die nächste Aufgabe auf die 05er. Das gute Sieg-Gefühl aus Berlin wollen die Rheinhessen für das Heimspiel gegen die Königsblauen mitnehmen. Aber das alleine wird nicht reichen, weiß der Mainzer Trainer." Der große Begriff ist Konstanz. Diese Leistung nochmal abrufen, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive." Das Hinspiel gegen Schalke, damals noch mit Vorgänger Sandro Schwarz an der Seitenlinie, hat Beierlorzer genau analysiert. "Da hat Schalke vor allem in der ersten Halbzeit durch seine Aggressivität den Mainzer Spielaufbau unterbunden." Das soll am Sonntag auch durch "Bereitschaft und Kompaktheit" von Beginn an für die Gastgeber laufen.

Mateta muss sich zeigen

In Berlin war Stürmer Jean-Philippe Mateta überraschend nicht in der Startelf. Der Franzose, wieder genesen nach seiner Meniskusverletzung, saß die komplette Spielzeit draußen. Ein Novum. Beierlorzer erklärter dem 22-Jährigen in einem Vieraugen-Gespräch den Verzicht. "Auf der einen Seite möchte man ihm natürlich auch sagen woran es liegt, dass er nicht nicht von Anfang gespielt hat. Auf der anderen Seite ist es auch unheimlich wichtig für unseren Konkurrenzkampf. Es gibt keine fixen Plätze. Es gibt keine Spieler die immer spielen, egal wie sie spielen."

Die Gründe sind nachvollziehbar. Gegen den FC Bayern und auch gegen Borussia Mönchengladbach konnte sich der wuchtige 1,92 Meter-Hüne selten durchsetzen und blieb blass. "Es gibt keine Pfründe. Man muss sich das erarbeiten", stellt der 05-Coach klar und schickt gleichzeitig die Botschaft hinterher: "Arbeitet. Seid fleißig, dann werden wir uns belohnen. Wer dann spielt, wird sich zeigen. Letztendlich arbeitet jeder Einzelne für die Mannschaft und den Verein Mainz 05."

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