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Die lange Serie von Mainz 05 gegen den SC Freiburg ist gerissen. Das 1:2 war die erste Heimniederlage gegen die Breisgauer in der Liga. Vor allem der mangelnden Chancenverwertung war der misslungene Rückrundenstart geschuldet - und erhöht wieder die Abstiegsangst.

Die Erinnerungen an den kapitalen Fehlstart in die Saison sind wieder präsent. Die Rückrunde der Fußball-Bundesliga begann für den FSV Mainz 05 am Samstag mit einem 1:2 (0:2) gegen den bisher immer besiegten SC Freiburg. Nach einem guten Trainingslager ist das ein erneuter Rückschlag und Stimmungskiller vor den nächsten schweren Pflichtaufgaben bei Borussia Mönchengladbach und gegen Bayern München.

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"Wir müssen uns schütteln. Wir wollen mehr Punkte als in der Hinrunde holen. Es hätten diesmal plus drei sein können.", sagte Trainer Achim Beierlorzer nach einer am Ende unglücklichen Pleite. "Vorne die Chancen nutzen und hinten besser verteidigen", lautet die klare und doch so schwer umsetzbare Maßgabe des 05-Coaches, den die Freiburger Effizienz beeindruckte. "Unsere  Momente müssen wir nutzen. Das klingt einfach, ist aber entscheidend."

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Gemeint war die erste Chance von Jean-Philippe Mateta (26. Minute), die der überragende SC-Torhüter Alexander Schwolow parierte. Zwei Minuten später erzielte Chang-Hoon Kwon die Freiburger Führung. Der erstmals in die Startelf berufene Ronael Pierre-Gabriel ließ den Südkoreaner mit Respektabstand gewähren. Freiburgs neuer Rekordtorschütze Nils Petersen (84 Treffer) erhöhte nach 41 Minuten unter Mithilfe der 05-Abwehr auf 2:0.

"Wir haben uns für eine ordentliche Leistung nicht belohnt. Freiburg hatte zwei Konter und hat zwei Mal getroffen. Sie hatten die Effektivität, die wir nicht hatten", klagte Abwehrmann Alexander Hack, der den Vorzug vor Jeremiah St. Juste erhalten hatte. Die Gegentreffer wären zu verschmerzen gewesen, wenn im Angriff die Möglichkeiten genutzt worden wären. "Wir haben 22 Mal aufs Tor geschossen", betonte Beierlorzer. "Wir kreieren unsere Chancen, wir nutzen sie nur nicht. Das ist der Schlüssel", ergänzte Sportvorstand Rouven Schröder.

Die 23.138 Zuschauer durften nur einmal jubeln, als Mateta das 1:2 (83.) erzielte. "Der Anschlusstreffer kam leider zu spät. Ich fühle mich gut, bin bei 99 Prozent", sagte der junge Franzose. Die kompakte Freiburger Defensive konnten die Mainzer kaum einmal aushebeln. Dass die Breisgauer fünf Kilometer mehr liefen als seine Spieler, wertete Achim Beierlorzer "als kleines Lob für uns". Die Gäste hätten so viel laufen müssen, um die Räume zuzustellen.

"Wir brauchen unser Selbstbewusstsein. Das dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Ohne das brauchen wir in Gladbach gar nicht anzutreten. Wir müssen beharrlich dranbleiben", sagte der 05-Coach mit Blick auf den nächsten Spieltag. In Mönchengladbach müssen die Mainzer auf Kunde Malong verzichten, der gegen Freiburg zum fünften Mal die Gelbe Karte erhielt. Ein Verlust, der nur im Kollektiv aufzufangen ist. "Mit Gladbach wartet eine hohe Hürde. Aber wir wissen, was wir können", erklärte Schröder.

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