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Der FSV Mainz 05 blieb bei der Nullnummer bei Hertha BSC erstmals in der Saison ohne Gegentor. An die guten Defensivleistung muss das Team im Abstiegskampf anknüpfen.

Am Ende eines langweiligen Fußball-Abends stellten Jan-Moritz Lichte und Rouven Schröder das Positive in den Vordergrund. Erstmals in der laufenden Saison war der kriselnde Bundesligist FSV Mainz 05 beim tristen 0:0 bei Hertha BSC ohne Gegentor geblieben - das nasskalte Berliner Olympiastadion verließen die Rheinhessen mit neuem Mut im Abstiegskampf.

"Defensiv haben wir das so gemacht, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Trainer Lichte und lag damit ganz auf einer Linie mit Sportvorstand Schröder: "Es war eine sehr, sehr kompakte Defensivleistung. Wir haben nicht eine Torchance zugelassen." Was aus Mainzer Sicht zufriedenstellend war, sorgte beim neutralen Beobachter jedoch für große Langeweile. Denn wie auch die schwachen Berliner gab Mainz in 90 Minuten und vier Minuten Nachspielzeit nicht einen Torschuss aufs Tor ab.

Mainz stand tief und defensiv sicher, nach gewonnenen Duellen war der Ball aber viel zu schnell wieder verloren. Die Gäste blieben so offensiv mit wenigen Ausnahmen wie dem abgefälschten Lattentreffer von Leandro Barreiro (40.) fast durchweg harmlos. 05-Schlussmann Robin Zentner hatte wie auch Hertha-Keeper Alexander Schwolow wenig zu tun. 14 Abschlüsse (Hertha neun, Mainz fünf) verzeichneten die Datenspezialisten am Dienstagabend - es war der zweitniedrigste Wert in der laufenden Spielzeit.

"Der Unterhaltungswert kommt auch durch Torchancen, die haben beide Mannschaften wenig gehabt", sagte Hertha-Trainer Bruno Labbadia. Nationalspieler Niklas Stark meinte angesprochen auf die fehlende Durchschlagskraft: "Es ist schon blöd, wenn man das hört, das muss ich zugeben." Während die Blau-Weißen die eigenen Ansprüchen weiter hinterherlaufen und Europa in dieser Verfassung ein weit entfernter Traum bleiben wird, war der verdiente Punktgewinn für Mainz letztlich aber doch zu wenig.

Noch immer liegt der Klub auf einem Abstiegsplatz, erst ein Sieg aus zwölf Ligaspielen steht zu Buche. Die sportliche Lage bleibt brenzlig. "Ein Unentschieden ist immer schwierig, wenn man unten drinsteckt und hofft, dass es drei Punkte werden und auch daran arbeitet", sagte Lichte: "Am Ende ist es besser als kein Punkt und schlechter als drei Punkte. Insgesamt sind wir zufrieden."

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