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Ganze 29 Jahre lang war Harald Strutz Präsident des 1. FSV Mainz 05. Eine Zeit, die ihn und den Verein maßgeblich geprägt hat. Zu seinem 70. Geburtstag bereitet ihm ein Thema große Sorgen.

Zum Glück ist es nicht seine Gesundheit. Harald Strutz geht es gut. Er ist nicht an Corona erkrankt, bleibt aber aktuell zu Hause. Daran muss er sich erstmal gewöhnen. "Wenn man so aktiv war, wie ich in meinem Leben, dann ist das schon eine große Umstellung", erzählt Strutz im SWR-Interview.

Ob als Mitglied im Mainzer Stadtrat, als Vizepräsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) oder als Präsident des 1. FSV Mainz 05 - Strutz hat in seinem Leben viele Ämter bekleidet. Aus der Öffentlichkeit hat er sich aber mittlerweile zurückgezogen.

Von Langeweile nichts zu spüren

Seine freigewordene Zeit nutzt er, um sich selbst fit zu halten. Der ehemalige deutsche Vizemeister im Dreisprung joggt und geht ins Fitnessstudio, wenn das nicht gerade aufgrund des Corona-Lockdowns geschlossen bleiben muss.

"Sport mache ich nach wie vor, das ist ja auch meine Passion."

Harald Strutz

Außerdem hat er im Oktober seine Autobiographie mit dem Titel "Unfassbar" vorgestellt und hält Vorträge für den Bundesverband Mittelständischer Unternehmen. Thema dabei ist immer wieder Mainz 05. Sein Herzensverein, für den er sich viele Jahre eingesetzt hat.

Mainzer durch und durch

Von 1988 bis 2017 war Strutz Präsident des Bundesligisten. Unter ihm schafften die Mainzer 2004 den erstmaligen Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Auch in den Jahren danach blieb der Verein erfolgreich und entwickelte sich zur festen Größe im deutschen Fußball.

2017 dann trat Strutz von seinem Posten zurück. Grund dafür war die Kritik an den hohen Aufwandsentschädigungen, die er vom Verein erhalten hat. Die Art und Weise seines Abschieds tue ihm heute noch sehr weh, sagt der 70-Jährige. Aber er habe seinen Frieden damit gemacht. Seit 2019 ist er Ehrenpräsident des Klubs.

Große Sorgen wegen aktueller sportlicher Lage

Deshalb lässt ihn auch die aktuelle sportliche Situation der Mainzer nicht kalt. Im Gegenteil - Strutz macht sich große Sorgen.

"Das ist schon deprimierend, muss man sagen."

Harald Strutz zur sportlichen Situation bei Mainz 05

Mainz 05 sei lange der beliebteste Verein in der Bundesliga gewesen. Man habe großartige Zeiten mit dem Klub, der Stadt und der gesamten Region erlebt.

Geburtstagswünsche

Der Wunsch zu seinem runden Geburtstag hat aber nichts mit dem Fußball zu tun. Er wünscht sich, dass die Corona-Pandemie bald unter Kontrolle gebracht wird und "dass wir einfach wieder leben können."

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