Mainz 05 vor Doppelpack gegen Bochum (Foto: imago images, Imago / Sven Simon)

Fußball | Bundesliga

Man sieht sich zweimal - der FSV Mainz 05 vor dem Doppelauftritt gegen den VfL Bochum

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Nach der Bundesliga ist vor dem Pokal. In abgewandelter Form trifft der Spruch des einstigen Bundestrainers Sepp Herberger in den kommenden Tagen auf den FSV Mainz 05 zu - zweimal gegen den gleichen Gegner VfL Bochum. Die 05er wollen beide Spiele gewinnen, obwohl ein Ehemaliger etwas dagegen hat. 

Vier Jahre lang stand Gerrit Holtmann beim FSV Mainz 05 unter Vertrag, doch den Durchbruch schaffte der Außenbahnspieler in dieser Zeit nicht. Nur zwei Treffer in 26 Bundesligaspielen, nach einer Ausleihe nach Paderborn landete der heute 26-Jährige 2020 beim VfL Bochum. Und zeigte den Mainzern gleich nach dem Aufstieg, dass er es doch kann. Sein Treffer beim 2:0-Sieg der Bochumer am zweiten Spieltag wurde von den Zuschauern der ARD Sportschau sogar zum Tor des Monats August gekürt. "Das war damals sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber Bochum hat das gut gemacht und verdient gewonnen", sagt der Mainzer Coach Bo Svensson vor den beiden aktuellen Duellen, ohne aber näher auf den herrlichen Treffer von Gerrit Holtmann einzugehen.

Barreiro (Mainz 05), Holtmann (Ex Mainz 05, jetzt Bochum), Widmer (Mainz 05) im Bundesligaspiel 2021 (Foto: imago images, Imago / Revierfoto)
Die Spieler Leandro Barreiro (Mainz 05), Gerrit Holtmann (Ex Mainz 05, jetzt Bochum) und Silvan Widmer (Mainz 05) im Bundesliga-Spiel 2021. Imago / Revierfoto

Holtmann freut sich auf das doppelte Wiedersehen. Zunächst in der Bundesliga in Mainz und dann, drei Tage später im DFB-Pokal in Bochum: "In dieser Situation war ich noch nie, dass man in so kurzer Zeit zwei Mal gegen den Ex-Klub antritt", teilte er dem Online-Portal "Reviersport" mit - und warnt sein Team vor seinem ehemaligen Verein: "Sie haben sich brutal entwickelt. Sie haben die Mainzer Tugenden wieder übernommen, sind gefestigt, die Entwicklung ist überragend", so Holtmann. 

Svensson von der Stärke des VfL nicht überrascht

Dennoch streben die Mainzer sowohl die drei Bundesliga-Punkte als auch den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale an. Wobei Bo Svensson, nicht nur wegen der Hinspielpleite, vor den Bochumern warnt: "Die haben eine gute Mannschaft, sind in ihren Leistungen konstant. Das ist nicht so einfach als Aufsteiger. Schon beeindruckend, was der Thomas da mit seiner Mannschaft schafft", lobt der Däne seinen Trainerkollegen Thomas Reis. "Es wird sicherlich ein intensives Spiel mit einigen harten Zweikämpfen, viel Tempo und Intensität."

Zweimal Bochum, dann Greuther Fürth

Intensiv und eventuell auch richtungsweisend wird die komplette Woche mit dem Doppelpack gegen den VfL und dem folgenden Auswärtsspiel bei Greuther Fürth. Obwohl Bo Svensson die Kicks eher einzeln betrachtet. "Ich sehe das nicht als Paket, wir gehen das erste Spiel isoliert an, danach muss man da abwägen, was am besten passt." Hier spricht der Coach auch sein Personal an, insbesondere das in der Defensive. Am Samstag fehlen auf jeden Fall der gesperrte Alexander Hack und der verletzte Niklas Tauer, ob Kapitän Moussa Niakathé zurückkehren wird, entscheidet ein aktueller PCR Test.

1.000 Fans dürfen rein

Ganz still wird es am Samstag in der Mainzer Arena nicht sein, 1.000 Fans sind zugelassen. Dass die ausschließlich aus den Städten Mainz, Wiesbaden und Worms sowie den Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms kommen dürfen, haben die Mainzer in enger Absprache mit den Behörden entschieden. Bo Svensson freut sich, ist aber wegen einer anderen Zuschauerregel irritiert: "Ich bin kein Experte, kann mich aber ein Stück weit wundern, dass in Dortmund bei einer Kapazität von 80.000 Zuschauern 750 rein dürfen und bei uns 1.000."

In die Mainzer Arena passen 34.000 Fans. "Das wundert mich schon ein bisschen, das muss ich ehrlich zugeben", so Svensson.

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