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Der schwedische Angreifer Robin Quaison schießt den FSV Mainz zum 3:1 (1:0) bei Hertha BSC, ist aber dennoch nicht ganz zufrieden.

Das Andenken an Robin Quaisons nächsten Dreierpack zeichnete sich deutlich unter dem dunklen Anorak ab, den er sich gegen die schneidende Berliner Abendkälte übergeworfen hatte.

Den Spielball hatte sich der Stürmer des FSV Mainz 05 wieder einmal stibitzt - um ihn zu Hause seiner kleinen Privatsammlung hinzuzufügen. Schon nach seiner ersten Drei-Tore-Gala in dieser Saison - beim 5:0-Sieg bei Werder Bremen im Dezember - hatte der 26-Jährige den Ball geklaut.

Nun folgte nach dem 3:1 (1:0)-Sieg bei Hertha BSC der zweite Streich. Ob Quaison daheim überhaupt noch Platz hat? "Das kriegen wir hin", sagte er nach der Partie mit einem Lächeln.

Quaison bleibt trotz Dreierpack selbstkritisch

Dabei hätte der Angreifer vielleicht noch einen zweiten Ball mitnehmen können, Chancen für sechs Quaison-Treffer gab es. "Ich war nach der ersten Halbzeit sehr sauer auf mich selbst", sagte Quaison, der Mainz in der 17. Minute in Führung gebracht hatte: "Da hätte ich zwei oder drei Stück machen können, wenn ich konzentrierter gewesen wäre."

Erst kurz vor Ende (82./90.+4, Foulelfmeter) legte er nach. Schön für ihn: Nach 21 Spieltagen kann er auf seine persönlich beste Bundesliga-Saison zurückblicken kann. Mehr als elf Tore, bei denen er aktuell steht, hat er noch nicht geschafft.

Lob von Trainer Beierlorzer

Grund genug für 05er-Trainer Achim Beierlorzer, seinen Angreifer nach dem Spiel in den hövhsten Tönen zu loben. "Robin ist ein toller Fußballer, der unheimlich viel Tempo mitbringt", sagte Beierlorzer, der jedoch auch die Leistung des gesamten Teams in den Fokus rückte: "Die Mannschaft hat alles investiert, alles reingeschmissen."

Auch Torhüter Robin Zentner fand lobende Worte für Quaison und stellte mit einem Augenzwinkern in Aussicht, einen auszugeben, falls er weiter seine Tore macht.

Rückreise mit Hindernissen

Turbulent gestaltete sich die Rückreise für die 05er. Wegen einer Drohnensichtung wurde der Frankfurter Flughafen am Samstagabend für eine Stunde gesperrt und die Maschine der Mainzer nach Nürnberg umgeleitet, von wo der 05er-Tross den Heimweg antrat. Quaison und Co. kamen also später als geplant ins Bett. Mit drei Toren, drei Punkten und der entsprechenden Trophäe im Gepäck dürfte das aber zu verschmerzen gewesen sein.

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