Mainz 05 Trainer Bo Svensson muss derzeit viele Probleme lösen (Foto: Imago, Imago)

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Corona bei Mainz 05 - DFL-Regeln sind sehr klar und streng

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Eine ganze Elf in Quarantäne. Drei Spieler sind aktuell erkrankt, weitere acht wurden zusätzlich in Quarantäne geschickt. Mainz 05 muss schon ganz genau durchzählen, um herauszufinden, ob sie am Sonntag gegen RB Leipzig antreten können.

Ordnung muss sein. Auf dem Platz und daneben. Elf gegen Elf, ein Ball, zwei Tore. So einfach könnte Fußball sein. Doch Corona hat auch den Spielbetrieb verändert. 13 Feldspieler reichen, damit die Partie gegen RB Leipzig stattfinden kann. Fünfmal pro Spiel wechseln, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) wieder corona-bedingt genehmigte, könnte Mainz nicht. Vor den letzten beiden Spieltagen der vergangenen Saison mussten alle Profivereine in ein Quarantäne-Trainingslager, lebten und trainierten in einer "Blase", um das Infektionsrisiko zu minimieren und, um ein geordnetes Saisonende nicht zu gefährden. Stadien wurden in unterschiedliche Zonen eingeteilt, die Pflicht zum Tragen von Mund-und Nasenschutz nur eine von vielen Bedingungen im Hygienekonzept "Sonderspielbetrieb" von DFB und DFL.

13 Feldspieler müssten ausreichen

Gegenstand des Hygienekonzepts, so schreiben DFB und DFL, sei "der Arbeitsschutz für die Spieler*innen und die weiteren an der Durchführung des Spielbetriebs sowie der medialen Begleitung beteiligten berufstätigen Personen". Auch deshalb haben Trainer in der kommenden Saison die Möglichkeit pro Spiel fünfmal zu wechseln, statt dreimal. Andererseits sieht die Spielordnung vor, dass das Spiel stattfinden muss, wenn ein Klub 13 Lizenzspieler zusammenbekommt.

Mainz 05 könnte beantragen, das Spiel abzusagen, das geht aber laut den Richtlinien zur Spielordnung (§2, 3.) nicht so einfach: "Dem Antrag ist nicht stattzugeben, wenn mehr als 13 spielberechtigte Lizenzspieler und/oder in der Lizenzmannschaft spielberechtigte Amateure/Vertragsspieler zur Verfügung stehen. Unter diesen müssen sich mindestens sieben Lizenzspieler, darunter ein Torwart befinden."

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Mainz Trainer Bo Svensson könnte sich also auch bei der zweiten Mannschaft bedienen, die sich auf die neue Saison in der Regionalliga vorbereitet. Manch ein Spieler würde damit schneller zu seinem Bundesligadebüt kommen, als gedacht. Nur so könnte Mainz 05 dann zum "Arbeitsschutz" fünfmal wechseln - gegen RB Leipzig, ein Klub, der um die Deutsche Meisterschaft mitspielen will.

Darmstadt 98 hatte das gleiche Problem

In der 2. Liga stand Darmstadt 98 zum Saisonstart Ende Juli vor einer ähnlichen Herausforderung. Sieben Spieler waren wegen Corona ausgefallen, vier direkt aus der Quarantäne zum Spiel gegen den Karlsruher SC angereist. Darmstadt verlor 0:3. Die Hessen hatten so corona-bedingt einen mehr als schwierigen Saisonstart. Darmstadt hatte nicht nur die ersten beiden Spiele der Saison verloren, sondern war auch im DFB-Pokal in der ersten Runde am Drittligisten TSV 1860 München gescheitert. Mit ein Grund für den Fehlstart waren die personellen Probleme. Auch gegen die Löwen fielen bei der 4:5-Niederlage im Elfmeterschießen einige Profis in München aus. Mainz 05 droht nun ein ähnliches Problem.

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