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Der FSV Mainz 05 kämpft unverdrossen gegen den zweiten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte. Der Erfolg gegen Union Berlin und die Art und Weise des Auftritts machen Mut für die kommenden Wochen.

Kaum war der kurze Jubel beim FSV Mainz 05 über den zweiten Saison-Heimsieg in Serie verklungen, wechselte der sonst eher zurückhaltende Martin Schmidt in die Abteilung Attacke. "Drei Punkte sind das, was wir brauchen auf unserem Weg und mehr wert, weil die vor uns vielleicht nervös werden", sagte der Sportdirektor des Tabellenvorletzten im Anschluss an das 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Union Berlin und richtete eine deutliche Kampfansage an die Konkurrenz im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga: "Der Sieg baut uns auf und macht uns selbstbewusster. Ich glaube, diese Konstellation kann die Saison noch einmal spannend machen."

Der erfolgreiche Auftritt gegen Union taugt als Mutmacher für die Rheinhessen im Bundesliga-Existenzkampf. "Das war ein wichtiger Sieg und ein guter Schritt für uns. Auch von der Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Mentalität und Willen haben gestimmt", stellte Trainer Bo Svensson zufrieden fest. "Das war eine geile Teamleistung."

Die Hoffnung auf die Rettung vor dem zweiten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte lebt. Nur noch vier Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz. "Jetzt muss es weitergehen. Wir üben weiter Druck aus", sagte Schmidt. Allerdings warten nun bei Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach zwei ganz schwere Auswärtsaufgaben. "Für uns geht es in jedem Spiel ums Überleben, deshalb müssen wir immer alles reinhauen", forderte Torwart Robin Zentner.

Gegen Union agierten die Mainzer läuferisch und kämpferisch stark und kaschierten damit spielerische Defizite. "Fußballerisch gibt es einiges besser zu machen", merkte Svensson an. "Da haben wir viel Luft nach oben." Daran will der 41 Jahre alte Däne in den kommenden Wochen intensiv arbeiten. "Ich versuche, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Das braucht der Verein. Diese Linie wird konsequent fortgesetzt, da bleibe ich dran", versprach Svensson.

Zum Erfolg trug auch Stürmer Adam Szalai bei

Den Sieg im Duell mit den Berlinern, die das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte für Nico Schlotterbeck (55. Minute) in Unterzahl beendeten, sicherte Moussa Niakhaté (22.) vom Elfmeterpunkt. Es war der 30. Strafstoß in Serie, den die Mainzer in der Bundesliga verwandeln konnten - Rekord! "Nur gut, dass ich das vorher nicht wusste. Dann wäre der Druck noch größer gewesen", sagte Niakhaté. Zum Erfolg trug auch Stürmer Adam Szalai bei, der erstmals seit fast einem Jahr wieder in der Mainzer Startelf stand. "Er hat Persönlichkeit und Charakter gezeigt. Ich freue mich, dass er beweisen konnte, dass er immer noch Qualität und Bedeutung für die Mannschaft hat", lobte Svensson den ungarischen Nationalspieler. Szalai selbst blickte zuversichtlich voraus: "Drei Punkte plus die Mentalität der Mannschaft - damit können wir die nächsten Wochen positiv weiterarbeiten."

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