Enttäuschte Spieler von Mainz 05 in Augsburg (Foto: IMAGO, IMAGO / Sven Simon)

Fußball | Bundesliga

Ärger über Elfmeter: Mainz 05 hadert mit Schiri-Entscheidung

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Ein Elfmeter sorgt beim 1. FSV Mainz 05 für mächtig Ärger. Der FC Augsburg profitiert dagegen vom schmeichelhaften Pfiff und steht kurz vor dem Klassenerhalt. Der Schiedsrichter gibt seinen Fehler zu.

Nach dem Aufreger-Elfmeter von Augsburg empörte sich der benachteiligte 1. FSV Mainz 05 über den Kölner Keller. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck leistete für seinen umstrittenen Pfiff sogar Abbitte.

Gouweleeuw verwandelt schmeichelhaften Strafstoß

Im unterhaltsamen Nachholspiel des 26. Spieltags verloren die Mainzer in Augsburg mit 1:2 (0:1). Der FCA vergrößerte am Mittwochabend den Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf satte sechs Punkte. Doch das interessierte nach dem Spiel zunächst kaum jemanden. In der Diskussion stand Augsburgs Führungstreffer von Jeffrey Gouweleeuw, der in der elften Minute den schmeichelhaften Foulelfmeter verwandelt hatte.

"Ich habe es in der Halbzeit gesehen. Fast zwei Welten. Klarer Fehler, ja."

Mainz-05-Torwart Robin Zentner war vor 18.122 Zuschauern ein Rückpass zu weit vom Fuß gesprungen. Florian Niederlechner spitzelte den Ball erst weg und fiel dann im Strafraum, obwohl Zentner deutlich zurückzog. "Ich habe es in der Halbzeit gesehen. Fast zwei Welten. Klarer Fehler, ja", sagte Referee Jöllenbeck im Interview bei "Sky" zu seinem Pfiff. Er hätte sich gewünscht, wenn er vom Videoassistenten Tobias Stieler aus dem Kölner Keller korrigiert worden wäre, meinte er. "Ich nehme es aber auf meine Kappe."

Bo Svensson: "Das ist ein krasser Fehler"

Mainz-Sportdirektor Martin Schmidt klagte: "Was ist nicht verstehen kann, ist, dass der Keller in Köln nicht hilft und ihn da so einen Riesenfehler machen lässt." Mit seiner Kritik war Schmidt nicht alleine. "Was machen die da in Köln?", empörte sich der Mainzer Trainer Bo Svensson. "Das ist ein krasser Fehler." Auch Augsburgs Niederlechner gab zu, dass die Aktion kein Foul war. "Wenn man es so sieht, ist das kein Elfer", sagte er. "Aber es war keine Schwalbe. Ich hatte eine Berührung."

Während die Augsburger mit ihren Fans den Meilenstein im Kampf um den Klassenerhalt feierten, verpassten es die Mainzer, sich an die internationalen Plätze heranzupirschen. In der hektischen Schlussphase scheiterte Anton Stach (79.) mit einem Kopfball an FCA-Keeper Rafal Gikiewicz. Nach Gouweleeuws Führungstreffer wurde ein vermeintliches Tor von André Hahn (32.), dem einzigen Neuen in Augsburgs Startelf, wegen Handspiels nicht gegeben. Den Ausgleich von Silvan Widmer (54.) in der zweiten Halbzeit konterte Ruben Vargas (56.) nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung.

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