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Fußball-Bundesligist Mainz 05 und Sportvorstand Rouven Schröder gehen getrennte Wege. Ob Ex-Manager Christian Heidel zurückkehrt, ist derweil offen.

Rouven Schröder ist nicht länger Sportvorstand des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. Der 45-Jährige einigte sich mit den Mainzern auf eine vorzeitige Beendigung seines bis 2024 datierten Vertrages. Das teilte der Klub am Dienstagabend mit.

"Die Entscheidung, den Verein zu verlassen, ist mir nicht leicht gefallen. Mainz 05, der Verein, die Mannschaft, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Stadt sind mir in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen, das legt man nicht so einfach ab", sagte Schröder: "Allerdings muss ich für meine Arbeit und für meinen Einsatz zu 100 Prozent hinter dem stehen, was ich mache. Ich hatte nun das Gefühl, dass es für den Verein und für mich besser ist, den Weg frei zu machen, so dass sich Mainz 05 insgesamt neu aufstellen kann."

Ob Ex-Manager Christian Heidel zurückkehrt, ist offen

Ob Ex-Manager Christian Heidel zurückkehrt, ist derweil offen. Heidel sollte als zusätzliches Mitglied neben Stefan Hofmann, Rouven Schröder und Jan Lehmann in den Vorstand rücken. Heidel hat sich aufgrund der aktuellen Entwicklung nun Bedenkzeit erbeten. Heidel führte einst die Rheinhessen als Manager mit in die Bundesliga und sorgte für die erfolgreichen Zeiten unter Jürgen Klopp und Thomas Tuchel. Der 57-Jährige war von 1992 bis 2016 Sportchef beim FSV und danach knapp drei Jahre Sportvorstand beim FC Schalke 04. "Es ist so, dass Christian dieser Zeitdruck bewusst ist und er sich bald äußern wird", sagte Stefan Hofmann bei der Pressekonferenz. "Er wollte das unter anderen Voraussetzungen machen. Er hat zu uns gesagt, er will auf keinen Fall mehr an die vorderste Front."

Unklar ist weiterhin auch die Zukunft von Trainer Lichte

Auch die Zeit von Lichte könnte noch vor Weihnachten enden. Jan-Moritz Lichte ist beim kriselnden Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 nur noch Trainer auf Abruf. "Ich habe mit ihm klar kommuniziert: Es ist alles offen", sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Hofmann am Dienstagabend. Die Frage, ob der Trainer bleibe oder ersetzt werde, könne er "derzeit nicht beantworten". Der 40-Jährige sitze aber auf jeden Fall im DFB-Pokalspiel der Rheinhessen am Mittwoch (20.45 Uhr) gegen den VfL Bochum auf der Bank.

Mit nur sechs Punkten aus elf Ligaspielen hat Lichte nicht viele Argumente für eine Weiterbeschäftigung als Interimscoach beim Tabellen-17. Lichte hatte das Amt im September vom damals beurlaubten Achim Beierlorzer übernommen. Die jüngsten Bundesliga-Resultate der 05er waren ernüchternd: Mainz verlor die beiden direkten Abstiegsduelle gegen Bielefeld (1:2) und Köln (0:1), im Anschluss gab es auch bei Hertha (0:0) und gegen Bremen (0:1) kaum eine Steigerung.

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, Lichte werde erst nach dem Bochum-Spiel entweder ins zweite Glied zurückkehren oder ganz gehen. Beierlorzer hatte vor Lichtes Antritt keinen einzigen Punkt mit den Mainzern geholt. Der Verein trennte sich damals nach einem Fehlstart und einem bemerkenswerten Spielerstreik von dem Coach.

Fußball | Podcast Nur der FSV - der SWR Sport Podcast mit Christian Heidel

Wir reden darüber, was die 05er bewegt. Mit dabei sind Spieler, auch der Trainer, Leute aus dem Verein, ehemalige 05er und natürlich Fans. Mainz 05 ganz nah, ganz persönlich, ganz überraschend - mit Achim Scheu und Florian Winkler. Immer mittwochs, immer Mainz 05.  mehr...

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