Die Spieler von Mainz 05 bejubeln einen Treffer (Foto: imago images, imago images/Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga

Erster Heimsieg: Mainz 05 setzt sich überraschend gegen RB Leipzig durch

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Der FSV Mainz 05 hat den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Gegen RB Leipzig setzte sich die Mannschaft von Trainer Bo Svensson mit 3:2 (2:2) durch.

Der Tabellen-Vorletzte FSV Mainz 05 hat zum Rückrunden-Auftakt in der Fußball-Bundesliga für eine große Überraschung gesorgt und gegen RB Leipzig gewonnen. Die Rheinhessen setzten sich am Samstag gegen die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann mit 3:2 (2:2) durch.

Die Mainzer sendeten durch den ersten Sieg unter Trainer Bo Svensson ein Lebenszeichen im Abstiegskampf. Die Treffer von Tyler Adams (15.) und Nationalspieler Marcel Halstenberg (30.) genügten Leipzig nicht, um den Druck vor dem Spiel der Bayern am Sonntag (15.30 Uhr) bei Schalke 04 zu erhöhen. Dagegen war die Erleichterung bei den Rheinhessen riesengroß. Trainer Svensson sagte nach der Partie: "Wir freuen uns richtig über die drei Punkte. Aber ich freue mich auch, dass die Gruppe sich endlich mal belohnt hat."

Der aus Frankfurt ausgeliehene Danny da Costa urteilte bei Sky völlig richtig: "Das war eine geile Teamleistung." Innenverteidiger Moussa Niakhate (24./35.) und Leandro Barreiro (50.) sorgten nach zehn Pflichtspielen ohne Erfolg mit ihren Toren wieder für einen Mainzer Sieg. Da Costa leistete eine mustergültige Vorarbeit zum 3:2 durch Barreiro: "Ich habe ihn gar nicht gesehen und nur gehofft, dass er am ersten Pfosten an den Ball kommt." Genauso war es. "Es ist zwar eine schwierige Aufgabe, aber wenn wir mit dem Herz auf dem Platz sind und weiter hart arbeiten, können wir es schaffen", ergänzte da Costa.

Mainz erspielte sich Chancen - vorallem bei Standards gefährlich

Die Leipziger ließen sich vom hohen Pressing der Gastgeber zunächst nicht verunsichern und erspielten sich erste Chancen. Kapitän Marcel Sabitzer schoss erst (11.) knapp vorbei und kurze Zeit später an die Latte - beim Abpraller war Adams zur Stelle und musste für den Tabellenzweiten nur noch einschieben.

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Doch Mainz trat - anders als beim 0:2 gegen Wolfsburg unter der Woche - mutig auf und erspielte sich selbst Chancen. Vor allem bei Standards waren die 05er gefährlich: Nach einem Freistoß von Danny Latza ließ Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi abprallen, Niakhaté staubte aus kürzester Distanz zum Ausgleich ab. Es war der erste Heimtreffer der Mainzer nach über 400 Minuten Flaute. "Wir sind einfach sehr gut reingekommen ins Spiel, wir waren aggressiver als gegen Wolfsburg", so Martin Schmidt gegenüber der ARD. "Die Mannschaft wird von Tag zu Tag besser, es wächst alles zusammen", so Schmidt weiter. "Denn aufgeben tut hier niemand."

Die Partie bot Action, Tempo und Torraumszenen

Die Partie bot Action, Tempo, Torraumszenen - und deutlich mehr Kampf auf Augenhöhe, als Leipzig beim klaren Außenseiter lieb sein konnte. Der Spanier Dani Olmo wurde beim Abschluss im Fünfmeterraum geblockt, erst die folgende Ecke brachte dann den gewünschten Erfolg: Nationalspieler Halstenberg stand in der Mitte frei und brachte RB erneut in Führung, doch diese hielt auch beim zweiten Mal nicht lange. Denn nach einer Mainzer Ecke stand Niakhaté wieder richtig und verwandelte die per Kopf verlängerte Hereingabe zum 2:2.

In den ersten 15 Saisoneinsätzen hatte der Franzose überhaupt nicht getroffen, nun gleich doppelt. Dem ehrgeizigen RB-Coach Julian Nagelsmann war der Frust über die doppelt vergeigte Führung deutlich anzusehen. Als Olmo für ein Foul belangt wurde, hatte der 33-Jährige genug: "Wir sind doch zuerst am Ball. Was pfeift der denn für eine Scheiße?", brüllte er aufgebracht in Richtung des vierten Offiziellen.

Die schwächste Hinrunde seiner Bundesliga-Geschichte war Mainz überhaupt nicht anzumerken. Nach dem Wechsel zündete Frankfurts Leihgabe Danny da Costa in seinem ersten Einsatz für Mainz den Turbo und brachte mit letzter Kraft in die Mitte, wo Barreiro zum 3:2 ins kurze Eck traf. Leipzig rannte nun an und hatte mehrere Top-Chancen, doch zum Ausgleich reichte es trotz einer sechsminütigen Nachspielzeit nicht mehr.

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