Anthony Caci und der 1. FSV Mainz 05 hadern mit der Niederlage in Hoffenheim (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Gebrauchter Tag: Mainz 05 ärgert sich über erste Auswärtspleite

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dpa, js

Erstmals in dieser Saison holt der FSV Mainz 05 in der Fremde nichts Zählbares. Die Gründe für die Niederlage gegen Hoffenheim liegen auf der Hand.

Ein Verletzter, ein Feldverweis und am Ende die erste Auswärtsniederlage in dieser Saison: Der FSV Mainz 05 hat im Bundesliga-Gastspiel bei der TSG Hoffenheim einen gebrauchten Tag erwischt. Beim 1:4 (0:0) verloren die Rheinhessen zuerst Stürmer Jonathan Burkardt mit einer Risswunde am Fuß, dann Alexander Hack durch eine Rote Karte und schließlich das Spiel.

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Martin Schmidt: "Es gab einen Bruch"

"Es waren zwei Situationen entscheidend: Das verletzungsbedingte Aus von Jonny Burkardt gab unserem Spiel einen Bruch, da haben wir den Faden verloren und da hat sich die Statik des Spiels verschoben. Und dann natürlich der Platzverweis für Alexander Hack, das hat es in der zweiten Halbzeit in Unterzahl sehr schwierig gemacht", analysierte FSV-Sportdirektor Martin Schmidt die 90 Minuten vor 20.114 Zuschauern. "Der Gegner war in Überzahl einfach zu stark. Sie haben uns oft ins Leere laufen lassen."

Andrej Kramaric in der 53. Minute, Grischa Prömel (69.), Munas Dabbur (80.) und Pavel Kaderabek (90.+2) trafen für die TSG, der Treffer von Dominik Kohr (83.) war für den FSV nur ein schwacher Trost. Die Niederlage hätte sogar noch höher ausfallen können. Dabei hatten die Mainzer gut losgelegt und waren bis zur Pause ebenbürtig.

Bo Svensson: "Da waren wir naiv"

"Es war ein Spiel mit zwei Phasen: vor der Roten Karte, nach der Roten Karte", befand Trainer Bo Svensson. In Unterzahl konnte sein Team dem spielstarken Gegner nicht mehr Paroli bieten. "Wir haben es nach der Pause nicht geschafft, lange stand zu halten und haben das Gegentor aus einer Umschaltsituation herausbekommen. Da waren wir naiv", sagte Svensson.

Karim Onisiwo: "Es tut weh."

Nach zuvor drei Saison-Auswärtssiegen mussten die 05er, für die es in Sinsheim die erste Niederlage seit Februar 2018 war, die Heimreise dieses Mal mit leeren Händen antreten. "Es tut weh, weil wir auswärts bisher stark waren und uns vorgenommen hatten, auch in Hoffenheim einen Sieg einzufahren", beschrieb Karim Onisiwo seine Gefühle im Gespräch mit SWR Sport.

Besonders für die mitgereisten Fans fand er es schade. "Es ist schon was Besonderes, wenn so viele mitfahren. Es wäre schön, wenn das nochmal passieren würde und wir dann auch gewinnen würden", hofft Onisiwo und richtete den Blick auf das bevorstehende Heimspiel gegen die Hertha: "Es ist nur eine kurze Woche. Über die Trainingsheinheiten müssen wir uns wieder Selbstvertrauen anspielen und uns gut vorbereiten."

Der Sportdirektor sah es ähnlich und richtete ebenfalls den Blick schnell nach vorn. "Das ist heute passiert und lässt sich nicht ändern. Wir fallen nicht um, der Kopf bleibt oben", sagte Schmidt.

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