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Trotz einer guten Leistung und eines Doppelpacks von Jean-Philippe Mateta musste sich Mainz 05 Borussia Mönchengladbach mit 2:3 geschlagen geben. Die Leistung gibt trotzdem Anlass zur Hoffnung.

Selbst ein überragender Jean-Philippe Mateta hat die immer schlimmere Misere des FSV Mainz 05 nicht beenden können. Der weiterhin punktlose Tabellenletzte verlor am Samstag in der Fußball-Bundesliga trotz zweier Tore des Franzosen mit 2:3 (2:1) gegen Champions-League-Starter Borussia Mönchengladbach und muss auch nach dem dritten Spiel unter Trainer Jan-Moritz Lichte auf Zählbares warten. Die beiden Treffer Matetas (23./36. Minute) reichten nicht, weil für Gladbach Kapitän Lars Stindl (19.), der eingewechselte Jonas Hofmann per Handelfmeter (76.) und Nationalspieler Matthias Ginter (83.) trafen.

Marco Rose wechselte nach dem beeindruckenden 2:2 bei Inter Mailand drei Tage zuvor gleich fünfmal und hatte sich damit zunächst kräftig verzockt. Ohne das Sturmduo Marcus Thuram/Alassane Plea und die Mittelfeldspieler Florian Neuhaus und Hofmann fehlte den Fohlen die nötige Entlastung. Auch die Dreierkette mit Tony Jantschke und die Hereinnahme des 18 Jahre jungen Debütanten Rocco Reitz gingen in einer spektakulären ersten Halbzeit nicht auf, Rose musste nach der Pause entsprechend nachjustieren.

Mainz kaum wiederzuerkennen

Stattdessen waren die zuvor zwei Spiele lang torschusslosen Mainzer nicht nur ebenbürtig, sondern erspielten sich auch zu Beginn die besseren Chancen. Jubilar Robin Quaison hätte in seinem 100. Spiel in der Bundesliga schon nach knapp zwei Minuten die Flaute unter Lichte beenden können, doch Gladbachs Nico Elvedi rettete in höchster Not.

Mainz war im Vergleich zu den ersten beiden Auftritten unter Lichte (0:4 bei Union, 0:1 gegen Leverkusen) kaum wiederzuerkennen. Die Rheinhessen gingen extrem früh in die Zweikämpfe und agierten konzentriert, immer wieder wurden sie von den Ersatzspielern in der fast leeren Arena angepeitscht. Matetas Doppelpack brachte vor der Halbzeit den Lohn: Beim 1:1 staubte der Stoßstürmer nach einem Pfostenschuss ab, seinen zweiten Treffer erzielte er mit einem sehenswerten Flachschuss, nachdem er den Ball stark angenommen hatte.

Mainz weiter ohne Punkte

Nach dem Wechsel brachte Rose dann Stück für Stück seine Stars, denen er nach dem Kraftakt im San Siro offenbar eine schöpferische Pause gönnen wollte. Gladbach wirkte nun aktiver, ließ aber hinten auch Chancen zu. Levin Öztunali hätte die Partie frühzeitig (57.) entscheiden können, scheiterte aber am starken Gladbach-Keeper Yann Sommer. Das rächte sich gewaltig: Hofmann verwandelte zunächst einen von Thuram herausgeholten Strafstoß und schlenze später eine Ecke in die Mitte, die Ginter zum Sieg einköpfte. Damit bleibt Mainz 05 ohne Punkte am Tabellenende. "Wir sind wütend, dass es so ausgegangen ist und wir uns nicht belohnt haben", sagte Mainz-05-Trainer Jan-Moritz Lichte im Interview mit SWR Sport. "Es ist eine Situation, mit der wir absolut nicht zufrieden sind. Nach dem 2:2 hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass die Köpfe runtergehen und die Angst beginnt, dass wir das Spiel noch verlieren können. Das sind Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Unsere Spiele werden besser. Man sieht, dass wir nah dran sind."

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