Nach dem 1:4 bei RB Leipzig herrschte Frust bei Mainz 05 (Foto: imago images, Christian Schroedter)

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"Nerviges Spiel": Mainzer Frust nach deutlichster Schlappe unter Bo Svensson

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Beim 1:4 zum Rückrundenauftakt bekommt der 1.FSV Mainz 05 die ganze Offensivklasse von RB Leipzig zu spüren. Für den bisher so erfolgreichen Bo Svensson die höchste Pleite als Trainer der Rheinhessen.

Nach seiner deutlichsten Niederlage als Cheftrainer des FSV Mainz 05 war Bo Svensson bedient. Der Däne machte den frühen Platzverweis von Abwehrspieler Alexander Hack als "spielentscheidende Szene" aus und kommentierte lustlos: "Hier 70 Minuten in Rückstand und Unterzahl zu spielen, ist natürlich schwer. Dann war es ein anderes Spiel. Da gibt es von meiner Seite aus auch nicht so viel zu sagen." 

Martin Schmidt: "Das war mit Sicherheit spielentscheidend"

Das deutliche 1:4 bei RB Leipzig war die logische Folge. Mainz wurde damit auch in der Tabelle wieder vom Vize-Meister aus Sachsen überholt. Hacks Handspiel, das wohl ein sicheres Tor verhinderte, wurde mit einer Roten Karte und einem Strafstoß geahndet. "Das war mit Sicherheit spielentscheidend. Das war sehr bitter. Eigentlich haben wir zu zehnt ganz gut verteidigt. Die Viertelstunde nach der Pause aber war ein Blackout. Wir haben eine Delle abbekommen", sagte Sportdirektor Martin Schmidt.

Bei Leipzig hingegen war die neue Geschlossenheit direkt zum Rückrundenstart sichtbar. Neben Silva (2) und Nkunku traf auch Ungarns Nationalspieler Dominik Szoboszlai. Der Mainzer Treffer von Jae Sung Lee blieb eine Randnotiz.

Robin Zentner: "Nerviges Spiel"

Der Mainzer Torhüter Robin Zentner resümierte: "Es war ein nerviges Spiel, das müssen wir schnell abhaken. Der Platzverweis hat das restliche Spiel beeinflusst. Das 3:1 direkt nach dem Anschlusstreffer hat uns den Stecker gezogen."

Zweite Mainzer Pleite in Serie

Nach dem 0:1 zum Jahresende bei Rivale Eintracht Frankfurt war es bereits die zweite aufeinanderfolgende Niederlage für die 05er, die zwar 24 Punkte auf dem Konto haben, aber auch nur sechs Zähler vom Relegationsrang entfernt sind. Die Entwicklung unter Svensson spricht aber dafür, dass Mainz nicht in größere Schwierigkeiten gerät.

"Wir müssen jetzt nach vorne gucken und die nächsten Spiele angehen - darauf liegt nun unser Fokus", sagte Zentner. Der Spielplan meint es dabei gut. In der Liga geht es nun gegen die beiden Aufsteiger VfL Bochum (Heimspiel) und Greuther Fürth (auswärts) - dazwischen liegt noch ein Pokal-Gastspiel in Bochum, bei dem erstmals seit vier Jahren das Viertelfinale erreicht werden kann.

Aussetzer wie Hacks Handspiel oder die folgenden Fehler vor den Gegentoren sollten sich dabei aber nicht wiederholen. "Wir haben gewusst, dass wir ein perfektes Spiel brauchen, um hier mindestens einen Punkt holen zu können - das haben wir nicht geschafft. Wir haben vier Gegentore kassiert, was natürlich viel zu viele sind. Selbst zu zehnt darf das nicht passieren", kommentierte Außenbahnspieler Silvan Widmer kritisch. "Wir wissen, dass wir es in der Defensive definitiv besser machen müssen."

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