Nach dem guten Saisonstart rätselt Mainz 05 nach dem 0:3 gegen Bayer Leverkusen über die Ursachen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

"Es waren Geschenke": Mainz 05 schiebt Frust nach Pleite gegen Bayer

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REDAKTEUR/IN
dpa, js

Nach dem guten Saisonstart rätselt Mainz 05 nach dem 0:3 gegen Bayer Leverkusen über die Ursachen und vielen Fehler. Taktisch stimmte es hinten wie vorne nicht.

Der Däne Bo Svensson konnte nicht verbergen, wie tief enttäuscht er über die (Fehl-)Leistungen beim 0:3 (0:3) gegen Bayer Leverkusen war. "Überall haben uns einige Prozente gefehlt, in allen Phasen des Spiels", kritisierte der Cheftrainer des FSV Mainz 05 nach der ersten Niederlage seiner Mannschaft in dieser Saison. "Wir haben mit dem Ball echt schlecht gespielt, wir waren nicht da."

Ein fast kollektiver Blackout

Wie der fast kollektive Blackout zu erklären ist, wusste er nicht: "Schwer, das müssen wir herausfinden." Dabei klagte Svensson nicht nur über den Dilettantismus beim Zustandekommen der drei Gegentreffer. Die Ecke von Bayer-Profi Kerem Demirbay in der 29. Minute landete im Strafraum bei Exequiel Palacios. Seinen Schuss fälschte Jonathan Burkardt zwar leicht ab, aber das Tor wurde dem Argentinier trotzdem gutgeschrieben. Beim 2:0 und 3:0 durch Jeremie Frimpong (39./41.) waren mit krassen Fehlern zwei Mainzer Spieler beteiligt: Die Innenverteidiger Maxim Leitsch und Alexander Hack.

Martin Schmidt: "Es war ein gebrauchter Tag"

"Die beiden Tore waren mehr Eigentore", befand Svensson sarkastisch. Frustriert war auch 05-Sportdirekter Martin Schmidt. "Es war ein gebrauchter Tag. Wir haben uns die Dinger selbst reingeschossen", urteilte er. Leverkusen habe eine durchschnittliche Leistung gereicht, um 3:0 zu gewinnen: "Wir hätten heute noch 45 Minuten spielen können und hätten wohl kein Tor geschossen."

Niedergeschlagen war Verteidiger Leitsch. "Es waren Geschenke, die wir verteilt haben, sehr ärgerlich", bekannte der 24-Jährige. Es seien individuelle Fehler, aber insgesamt kein guter Auftritt gewesen. "Da müssen wir nächste Woche alle eine Schippe drauflegen", ergänzte er mit Blick auf das Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach.

Bo Svensson: "Wir müssen uns hinterfragen"

Nach dem guten Start mit sieben Punkten aus den drei vorherigen Partien habe man ein schlechtes Spiel gemacht. Deshalb dürfe man sich nun aber "nicht verrückt" machen lassen. "Wir müssen es besser machen", forderte Svensson. "Wir müssen uns hinterfragen, ich mich auch, weil einige Sachen nichts mit den drei Toren zu tun hatten, sondern mit unserer Spielweise, die taktisch und inhaltlich nicht gut war."

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Das Sonntagsspiel des VfB, die Top-Begegnung zwischen Dortmund und Freiburg, das FCK-Heimspiel und Mainz 05-Urgestein Stefan Bell - das sind die Themen von SWR Sport am Sonntag (23:35 Uhr).

Ob es nun an der Einstellung, an der Konzentration oder Taktik gelegen habe, "das müssen wir herausfinden". Gefreut hat den Coach, dass die Fans nach dem Abpfiff die Mannschaft trotzdem mit Sprechchören aufmunterte. "Das fand ich gut, erwarte es auch ein stückweit von unseren Fans. Sie haben ein gutes Gespür für die Situation gezeigt."

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