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Mainz 05-Coach Bo Svensson trifft auf Gladbachs Trainer Marco Rose. Beide spielten zusammen bei den 05ern, trainierten in Salzburg, kennen und schätzen sich. Zwei Typen, die im Profi-Fußball ihren Weg gegangen sind, mit einigen Parallelen.

Wenn man zusammen die Knochen für einen Verein hinhält, dann schweißt sowas zusammen. Drei Jahre lang spielten Bo Svensson und Marco Rose gemeinsam für Mainz 05. Wenn man dann auch noch den gleichen beruflichen Werdegang einschlägt, in Österreich - genauer gesagt in Salzburg - seine ersten Trainer-Meriten verdient und dann Chefcoach in der deutschen Bundesliga wird, dann lassen sich die Parallelen kaum noch wegdiskutieren. Dementsprechend ist der Respekt füreinander groß. "Marco hat es überragend gemacht. Ich war selbst in Salzburg und weiß, was er da für einen Status hat. Alle waren begeistert von ihm. Man muss nur schauen, wie er es jetzt in Gladbach gemacht hat."

Wertschätzung und Respekt seit gemeinsamen Mainzer Zeiten

Wenig überraschend, dass Rose auch einer der ersten Gratulanten war, die dem neuen 05-Trainer zum Engagement bzw. zur Rückkehr zum FSV gratulierten. "Ich freue mich sehr, Bo wiederzusehen", bestätigt der Noch-Gladbach-Coach Rose, der im Sommer weiterziehen wird in Richtung Borussia Dortmund. Die Wertschätzung und der Respekt füreinander gehen weit über die normale "Vorab-Lobhudelei" hinaus. Beide verstanden sich schon zu alten Mainzer Zeiten auf und neben dem Platz bestens, der Kontakt hält seit fast 14 Jahren und riss nie ab.

"Es ist kein Geheimnis, dass ich Rosi sehr mag"

Die Basis dafür wurde 2007 gelegt. Svensson, damaliger Neuzugang von Borussia Mönchengladbach, wurde in Mainz gut aufgenommen. Vor allem dank Mitspieler Marco Rose. "Er ist direkt auf mich zugekommen und hat mir geholfen. Das hat mich sehr beeindruckt. Es ist kein Geheimnis, dass ich Rosi sehr mag", bestätigt der Däne.

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Sympathie und Empathie gingen sogar soweit, dass Marco Rose schon damals wusste, der Trainerjob ist für seinen skandinavischen Kumpel genau der richtige Beruf. "Bo war schon am Ende seiner Spielerkarriere einer, der sich immer viele Gedanken über das große Ganze gemacht hat. Es war relativ klar und deutlich, dass er den Weg als Trainer gehen wird." 

Und schon nach kurzer Zeit bei den Rheinhessen erkennt Rose, hat Kumpel Svensson beim abstiegsbedrohten FSV einiges bewirkt. "Ich kenne Mainz. Er hat es geschafft, viele Mainzer Tugenden wieder aufleben zu lassen. Die Mannschaft spielt unglaublich aggressiv und kompakt. Das, was Mainz 05 immer ausgemacht hat. So sind wir damals in die Bundesliga aufgestiegen und haben die Fans begeistert." Und Svensson "kontert": "Wie Rosi das als Trainer macht ist sehr beeindruckend. Er wird seinen Weg weitergehen."

Beide setzen auf Ehrgeiz und einen Schuss Gelassenheit

Natürlich sind solche Lobeshymnen von gegnerischer Seite so nicht alle Tage zu hören. Aber für den Mainz-Coach, bei seinem Verhältnis zum Gladbacher Pendant, nichts Ungewöhnliches.  "Ich glaube wir wären auch die gleichen Menschen, wenn wir nicht diesen Job hätten. Wir versuchen auch, bei allem Ehrgeiz, mit einer gewissen Gelassenheit da dran zu gehen. Ich glaube, dass ist auch mit ein Grund warum wir uns gegenseitig so respektieren und gut miteinander auskommen."

Am Samstag wird diese alte Freundschaft dann für 90 Minuten kurz ruhen müssen.  Das wissen auch die Kumpel Bo Svensson und Marco Rose.

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