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Der Fußball befindet sich in der Sommerpause. Doch hinter den Kulissen wird mit Hochdruck die neue Saison mit Zuschauern geplant. Der Vorstandsvorsitzende vom FSV Mainz 05, Stefan Hofmann, gibt gegenüber SWR Sport Einblick in die Planungen des Bundesligisten.

"Ich hab' so ein bisschen die Hoffnung, wenn wir es gewährleisten könnten, dass wir allen Dauerkarteninhabern Zutritt zu den Spielen gewähren, dann wäre uns eine große Sorge genommen, dass wir irgendein Auswahlverfahren durchführen müssen."

Stefan Hofmann auf die Frage: Wer darf rein und wer muss draußen bleiben?

Die Bundesliga und die 2. Bundesliga starten am 18. September in die Spielzeit 2020/21. Laut einer Vereinbarung von Bund und Ländern soll es zur Eindämmung des Coronavirus bis mindestens Ende Oktober keine Großveranstaltungen mit Zuschauern geben. Das ist das zeitliche Spannungsverhältnis, in dem sich der Fußball momentan bewegt. Stefan Hofmann ist gegenüber SWR Sport optimistisch, dass der Saisonauftakt mit Zuschauern erfolgen wird: "Ich bin mir da fast sicher, dass es möglich ist, wenn sich das Infektionsgeschehen so entwickelt und so darstellt wie in letzter Zeit."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte vor kurzem einen Leitfaden an die 36 Profivereine verschickt. Dieser soll den Vereinen bei der Erarbeitung individueller Konzepte für ihren Standort helfen. "Der Leitfaden dient als Orientierung für die Grundstruktur der zu erstellenden Konzepte und beinhaltet zahlreiche zu berücksichtigende Aspekte", teilte die DFL mit. Das Bundesgesundheitsministerium urteilte nach der Prüfung, es seien "wesentliche Aspekte des Infektionsschutzes" berücksichtigt worden. Vor allem das wohlwollende Urteil des zuständigen Ministeriums zeigt Stefan Hofmann, dass diesbezüglich bei der DFL "professionell" gearbeitet wird:

Die Mainzer Arena umfasst vier alleinstehende Tribünen, die in den Ecken unterbrochen sind. "Ich glaube schon, dass wir dadurch auch die Möglichkeit haben, um das Befüllen der Arena über diese Sektoren zu gewährleisten", so Hofmann. Am Standort Mainz wurde diesbezüglich eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit den Fragen rund ums Stadion auseinandersetzt. Ein anderes Problem sind die Zufahrtswege. Wie kommen die Menschen ins Stadion?

Und die wichtigste Frage lautet natürlich: Wer bekommt Zugang in die Arena? Nach dem DFL-Leitfaden könnten zwischen ca. 9.000 und 12.500 Zuschauer ins Stadion. "Wir haben letztes Jahr etwas über 13.000 Dauerkarteninhaber gehabt. Mit dieser Zahl kämen wir in etwa hin", sagt Hofmann.

Derzeit feilen die Mainzer noch an ihrem individuellen Konzept, um es dann anschließend vom zuständigen Gesundheitsamt absegnen zu lassen. Die Fans werden sich aber auf Einschränkungen einstellen müssen. Es gibt keine Stehplätze und kein Bier, es muss der Mindestabstand eingehalten und eine Atemmaske getragen werden. Die DFL rät zudem von der Öffnung der Tageskassen ab - Eintrittskarten sollten zunächst nur online verkauft werden.

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