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Es ist eine äußerst durchwachsene Saison für den FSV Mainz 05 - doch immerhin eines gelingt den Rheinhessen: Sie punkten regelmäßig im Abstiegskampf gegen die direkten Konkurrenten. So wie am vergangenen Wochenende gegen den SC Paderborn.

Der 2:0 Erfolg gegen die Ostwestfalen sei ein "Pflichtsieg" gewesen, wie es Sportvorstand Rouven Schröder formulierte. Fußballerisch kein Leckerbissen, aber zweckdienlich. Wie auch immer, die Rheinhessen haben jetzt wieder etwas Luft im Abstiegskampf. Ein Polster von vier Punkten auf den Relegationsplatz 16. und eigentlich auch den Anschluss an das untere Mittelfeld hergestellt. Hertha BSC und Augsburg etwa haben auch nur zwei Pünktchen mehr auf dem Konto.

Beierlorzer: "Erst mal die Punkte holen"

Aber Trainer Achim Beierlorzer warnt davor, jetzt schon wieder höhere Ziele ins Auge zu fassen: "Wir müssen auf eines aufpassen: Wir haben momentan einen Punktestand von 25. Und der reicht nicht. Deshalb müssen wir schauen, dass wir erst mal die Punkte holen, mit denen man voraussichtlich in der Liga bleibt."

Richtungsweisendes Spiel gegen Düsseldorf

Nach Paderborn kommt jetzt Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 18 Uhr) nach Mainz. Das zweite Heimspiel in Folge gegen einen direkten Konkurrenten. Hält die Serie, dass Beierlorzer und seine Mannschaft die überlebenswichtigen Spiele gewinnen, können die Nullfünfer einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und sich allmählich neue Ziele setzen. "Wenn wir nach dem nächsten Spieltag 28 Punkte haben", sagte Beierlorzer im Pressegespräch, "dann sind wir nah dran, dann haben wir noch neun Spiele, erst dann kann man mal schauen was sonst noch möglich ist."

Nach oben schauen ist also noch verboten bei Mainz 05, aber am nächsten Wochenende könnte sich das schon ändern. Die Frage stellt sich natürlich, wie die Fortuna drauf ist nach der Pokal-Blamage gegen den Viertligisten 1. FC Saarbrücken. Aber, da die Nullfünfer das nicht beeinflussen können, konzentrieren sie sich auf sich selbst.

Konkurrenzkampf im Kader

Und da kommt dem Trainer das Gerangel um die Kaderplätze gerade recht. Im Training geht es ordentlich zur Sache. Beierlorzer lässt Zweikämpfe üben und kleine intensive Spielformen mit Torabschluss. Und befeuert damit den Konkurrenzkampf im Team.

"Diejenigen, die es jetzt gut gemacht haben müssen das in der Woche bestätigen, und diejenigen, die jetzt hintendran sind, die müssen schauen, dass sie sich in den Vordergrund spielen", lautet Beierlorzers Motto. Komfortabel für den Coach, anstrengend für seine Mannschaft. Aber wenn die sich gegen Düsseldorf so ins Zeug legt, dann können sie in Mainz tatsächlich etwas beruhigter nach oben schauen.

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