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Der 1. FSV Mainz 05 steht mit dem Rücken zur Wand: Als einzige Mannschaft ist das Team von Jan-Moritz Lichte nach den ersten fünf Spielen noch punktlos. Das soll sich gegen den FC Augsburg (Samstag, 15:30 Uhr) ändern.

Schaut man nur auf die letzten beiden Wochen, sieht die Ausgangslage für beide Mannschaften ähnlich aus: Genau wie die Nullfünfer verlor auch der FC Augsburg seine letzten beiden Spiele gegen Champions-League-Aspiranten, zeigte dabei aber ordentliche Leistungen. Im Unterschied zum FSV haben die Fuggerstädter aber bereits sieben Punkte auf dem Konto und machen insgesamt einen sehr stabilen Eindruck.

"Augsburg ist eine sehr körperliche Mannschaft"

"Augsburg ist eine sehr, sehr körperliche Mannschaft, eine sehr disziplinierte Mannschaft defensiv, mit einem sehr, sehr guten Umschaltspiel", charakterisiert FSV-Trainer Jan-Moritz Lichte den Gegner vor der Partie. Um beim FCA zu punkten, müsse man deshalb "das auf den Platz bringen, was wir die letzten zwei Spieltage auch auf dem Platz hatten. Mit weniger wird es nicht funktionieren".

Mannschaft auf einem guten Weg

Mit Blick auf die Tabelle ist der Druck für die Rheinhessen enorm: Mainz steht punktlos auf dem letzten Rang. Dennoch ist Lichte von der Einstellung und der Qualität der Mannschaft überzeugt: "Alle hauen sich rein, wir haben eine sehr gute Trainingsqualität." Über Ergebnisdruck und die Tabellenkonstellation mache er sich deshalb keine Gedanken, das sei auch in der Trainingswoche kein Thema gewesen.

Sportvorstand Rouven Schröder schlug in die gleiche Kerbe. Die Mannschaft sei "vom ersten bis zum letzten Spieler absolut motiviert" und insgesamt "auf einem guten Weg. Aber eins ist auch klar, das wissen wir: Wir wollen uns dafür belohnen. Wir wollen etwas Zählbares".

Kein erneuter Gehaltsverzicht bei Profis geplant

So gut die Entwicklung der Mannschaft sein mag, es müssen dringend Punkte her. Die nächsten beiden Partien sind richtungsweisend für die Mainzer, nach Augsburg wartet mit dem FC Schalke 04 der nächste schlagbare Gegner. Im Heimspiel gegen die Königsblauen wird man aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen erneut ohne Fans auskommen müssen. Vorerst gilt das Zuschauer-Verbot bis Ende des Monats. "Das ist für uns natürlich wirklich bitter", so Schröder in Bezug auf das fehlende Publikum. Finanziell werde die Situation den FSV vorerst jedoch nicht vor größere Probleme stellen: Bis zum Jahresende habe man "ohne Zuschauer geplant, also von daher sehr, sehr konservativ. Gehaltsverzicht der Profis ist bei uns momentan kein Thema."

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Hoffen auf positive Entwicklung

Wie lange die Bundesligisten tatsächlich ohne Zuschauer und die damit verbundenen Einnahmen auskommen müssen, kann derzeit aber niemand sagen. Dessen ist sich auch Schröder bewusst: "Natürlich müssen wir die Entwicklungen abwarten." Das gilt wohl auch für die sportliche Situation. Die ersten Punkte sollten bereits deutlich vor Jahresende auf dem Mainzer Konto landen.

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