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Das Coronavirus und seine gesamtgesellschaftlichen Folgen sind aktuell das alles beherrschende Thema - auch im Sport. Fußball wird indes auch noch gespielt - so etwa in der Bundesliga an diesem Wochenende. Der 1. FSV Mainz 05 muss dabei in Köln ran. Für 05-Trainer Achim Beierlorzer ein Wiedersehen mit seinem alten Arbeitgeber.

Am 19. November ging alles ganz schnell: Achim Beierlorzer wurde als neuer Trainer des FSV Mainz 05 vorgestellt - nur neun Tage, nachdem er beim 1. FC Köln entlassen worden war. Die Rheinhessen rangierten damals mit nur neun Punkten aus elf Spielen auf dem Relegationsrang 16.

Eine "Win-win-Situation" für beide Klubs

Es war eine Rochade, die sich für beide Seiten ausgezahlt hat. Seit dem Wechsel Beierlorzers hat Köln 25 Punkte aus 14 Spielen geholt und ist momentan alle Abstiegssorgen los. Und die Mainzer sind mit 17 Zählern im gleichen Zeitraum zumindest aus dem Gröbsten raus und haben vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Beierlorzer: "Das wird eine richtig schwere Aufgabe"

Nun kommt es für Beierlorzer zum Wiedersehen mit seinem alten Klub (Samstag, 15:30 Uhr). Eine Partie, in die seine Mannschaft nicht als Favorit gehen wird. "Es wird ein schweres Spiel, weil Köln gut in Form ist. Die letzten Ergebnisse - acht Siege in den letzten elf Spielen - beweisen es. Das wird eine richtig schwere Aufgabe", sagte der 52-Jährige.

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Erklärung für Kölns Höhenflug

Warum die Rheinländer so gut in Form sind - auch dafür hat Beierlorzer eine Erklärung. "Es sind bis auf Mark Uth (Leihgabe vom FCSchalke 04, Anm. d. Red.) ja mehr oder weniger die gleichen Spieler, die ich in der Hinrunde auch trainiert habe. Aber sie haben sich gefunden und zeigen ihre Qualität", sagte der Mainzer Coach: "Wir müssen diese Qualität kontrollieren - und umgekehrt unsere Chancen nutzen. Und die werden wir bekommen."

Auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte freut sich Beierlorzer: "Es ist schon etwas besonderes. Ich habe zwar nur drei Monate dort gearbeitet, aber es wird ein Wiedersehen geben mit vielen Leuten, die mir ans Herz gewachsen sind."

Das Spiel wird aufgrund der Gefährdungslage durch das Coronavirus vor leeren Rängen stattfinden. Dies hält Beierlorzer für die richtige Entscheidung, bedauert diese aber auch gleichzeitig. "Jeder kennt die Stimmung in Köln. Ich bin mir sicher, dass das auch unsere Spieler gepusht hätte. Es wird komisch, ohne Fans zu spielen", so der 52-Jährige, der seine Mannschaft aber gezielt auf das Geisterspiel vorbereiten will: "Wir werden vorab nochmal im Bruchwegstadion trainieren, um die Situation zu imitieren. Also vor leeren Tribünen zu spielen, wo es hallt, wo du jedes Wort verstehst."

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Man darf gespannt sein, ob diese Art der Vorbereitung Früchte trägt. Punkte könnten die 05er im Abstiegskampf nach dem Sieg gegen Paderborn und dem Remis gegen Düsseldorf auf jeden Fall gebrauchen, um den Abstand nach unten möglichst weiter zu vergrößern. Im Falle eines Erfolges würden die Rheinhessen sogar bis auf drei Punkte an die Kölner heranrücken. Und Achim Beierlorzer die Rückkehr versüßen.

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