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Fünf Punkte aus elf Bundesligaspielen - so schlecht ist der 1. FSV Mainz 05 noch nie gestartet. Die Rheinhessen sind Vorletzter, der Druck wächst. Vor dem Spiel bei Hertha BSC finden Cheftrainer Jan-Moritz Lichte und Sportvorstand Rouven Schröder deutliche Worte.

Die Stimmung ist angespannt. Der Frust ist groß. Aus dem erhofften Befreiungsschlag ist für Mainz 05 ein herber Rückschlag geworden. Zwei Niederlagen gegen die zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, Bielefeld und Köln. "Wir haben zwei Chancen liegen lassen. Das ärgert uns sehr", bestätigt 05-Coach Jan-Moritz Lichte.

Lichte: "Haben sehr deutliche Worte gefunden"

Die Situation rund um den FSV ist kritisch. Tabellenvorletzter und bereits fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Es herrscht Redebedarf am Bruchweg. "Intern haben wir sehr, sehr deutliche Worte gefunden, warum wir verloren haben und wie wir es besser machen wollen. Und dass wir es besser machen wollen", sagt Lichte.

Auf die teils selbstkritischen Worte und Analysen seiner Spieler nach der Partie gegen Köln fordert der 40-Jährige jetzt eine klare Reaktion. "Das muss man nicht unbedingt nach außen sagen, sondern dann auch wirklich tun. Damit rüttelt man sonst keinen wach. Das war ein ganz wichtiger Punkt unserer Ansprache." Auch Mittelfeldspieler Kevin Stöger hatte gegenüber SWR Sport bezweifelt , ob gegen Köln "alle auf dem Platz 100 Prozent gegeben haben".

Entscheidende Spiele für Lichte?

Der zarte Aufwärtstrend unter Coach Lichte - fünf Punkte aus drei Spielen - wurde jedenfalls jäh gestoppt.Auch bei Sportvorstand Rouven Schröder hält der Frust über die beiden Niederlagen an. "Ich hoffe, ich ärgere mich nicht alleine", versucht Schröder den Mainzer Kampfgeist zu wecken.

Auch er war bei der deutlichen Ansprache des Trainers gegenüber der Mannschaft mit dabei und fordert für das Gastspiel bei Hertha BSC (Dienstag, 20:30 Uhr) "ein anderes Gesicht zu zeigen, um zu punkten. Das ist der Auftrag". Für das Spiel in Berlin, aber auch gegen Werder Bremen am Samstag.

Sollte in diesen Partien auch nicht gepunktet werden, könnte die Diskussion auch um Lichte beginnen. Sein Status ist aktuell "Cheftrainer bis auf Weiteres". Um seine eigene Lage macht sich Lichte aktuell keine Sorgen. "Ich bin so lange Cheftrainer des Vereins, bis ich andere Infos erhalte." Schröder will sich, nach der Schlagzeile einer Boulevard-Zeitung, zumindest nach außen hin, damit nicht beschäftigen: "Mit verlieren kann ich nichts anfangen." Eine Punktevorgabe gibt es für Lichte nicht. Das Thema soll aber zwischen den Jahren, in der diesmal sehr kurzen Winterpause, besprochen werden.

Gegen die Hertha will Mainz "angriffslustig sein"

Lichte ist weiterhin klar und fokussiert, wie er selbst sagt, und will, dass die Rheinhessen den unter ihm eingeschlagenen Weg fortsetzen. "Wir fahren nicht nach Berlin, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Wir sind angriffslustig und wollen das Spiel gewinnen."

Das große Thema bei den Mainzern bleibt die mangelnde Chancenverwertung und die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. "Wir verlieren unsere Spiele momentan vor allem im gegnerischen Sechzehner." Bei der Hertha fordert der 40-Jährige daher mehr Konsequenz im Abschluss. Gute Möglichkeiten hatten die 05er auch gegen Bielefeld und Köln.

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