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Der ramponierte Rasen in der Opel-Arena wurde ausgetauscht. Hilft die erneuerte Spielfläche gegen starke Freiburger? Die 05er wollen nach zwei torlosen Spielen endlich wieder treffen.

Es ist wieder ein echtes und saftiges Grün, das die Mainzer Mannschaft beim Bundesliga-Spiel gegen Freiburg betreten werden. Der neue Rasen soll den 05er ein flüssigeres und schnelleres Spiel ermöglichen. "Schauen wir mal, wie das unser Spiel beeinflusst. Aber wir freuen uns auf jeden Fall, dass wir einen guten Platz zur Verfügung haben", sagt Mainz-Coach Bo Svensson. Man habe andere Möglichkeiten, wenn man auf einem ordentlichen Platz weniger Ballkontakte braucht, um einen Ball zu kontrollieren. Ob es ein Vorteil für Mainz sein wird, weiß Svensson nicht: "Wir müssen auch gucken, was der Gegner daraus macht."

Svensson mit großem Respekt vor Freiburg

Der Gegner der Mainzer spielt eine starke Saison. Auch wenn das letzte Spiel der Breisgauer gegen Leipzig verloren ging, ließen sie davor mit Siegen gegen Leverkusen und Dortmund aufhorchen. Dass die Freiburger in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben, sondern eher in Richtung Europa schielen, ist für Svensson eine logische Konsequenz der vergangenen Jahre. "Es beeindruckend, wie Freiburg das macht. Es ist eine ganz klare Identität zu erkennen, eine Art und Weise, wie sie spielen und welche Spieler sie verpflichten", so der Däne. Die Freiburger bleiben sich treu und das ist, so Svensson "die Erfolgsformel".

In Freiburg gelang der einzige Mainzer Sieg der Vorrunde

Das Hinspiel im November konnten die Mainzer mit 3:1 gewinnen. Alle drei Tore erzielte damals Jean-Philippe Mateta, der inzwischen in England unter Vertrag steht. Jetzt sollen es also die anderen richten, doch da hapert es aktuell ein bisschen. Die letzten beiden Partien der 05er blieben torlos. "Wir haben Torchancen und die müssen wir auch reinmachen", sagt Svensson. Er will seinen Spielern den Rücken stärken. Wer für die 05er auf Torejagd gehen soll, lässt Svensson noch offen. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Karim Onisiwo stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. Spielt die Konkurrenz mit, könnte Mainz 05 mit einem eigenen Sieg, zum ersten mal seit einer gefühlt ewigen Zeit wieder auf einem Nichtabstiegsplatz stehen.

Statistik spricht für Mainz

Mainz gewann in seiner Bundesliga-Historie gegen keinen anderen Verein so oft wie gegen Freiburg , nämlich insgesamt 13 Mal. Die Rheinhessen feierten zwei ihrer vier höchsten Bundesliga-Siege gegen Freiburg (jeweils 5:0 im März 2005 und im April 2019). Auch Bundesliga-Tore gelangen mit 45 erzielten Treffern dem FSV gegen kein anderes Team so viele wie gegen den SC Freiburg. Daten und Fakten aus der Vergangenheit, über die Bo Svennsson aber ungern nachdenkt. Der Däne will im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga keine Energie mit Rechenspielen verschwenden. "Wenn man so viel darüber nachdenkt, was in Zukunft sein könnte oder in der Vergangenheit war, verliert man den Fokus auf das Hier und Jetzt", meint Svensson. "Die Latte liegt hoch genug. Für uns als Tabellenvorletzter ist das eine Riesenaufgabe".

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