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Fastnacht ist Tradition in und um Mainz. Alle 05er gaben bei der eigenen Sitzung im Kurfürstlichen Schloss ordentlich Gas - und wollen den Schwung mitnehmen ins Auswärtsspiel in Mönchengladbach, wo der ehemalige 05er Marco Rose Trainer ist.

Achim Beierlorzer hatte seinen Spaß bei der zweiten Fastnachtssitzung des FSV Mainz 05. "Ich war noch nie dabei und bin restlos begeistert", sagte der 52-jährige Franke nach den vier Stunden im Kurfürstlichen Schloss, das er als Julius Cäsar mit seiner Kleopatra im Arm übernahm. "Das ist Kulturgut und für uns eine teambildende Maßnahme", ergänzte Beierlorzer, der Freude an den Vorträgen und den gelungenen Kostümen seiner Kicker hatte.

Mit voller Konzentration nach Mönchengladbach

Doch auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr) machte der 05-Coach wieder ernst.  "Die Fokussierung auf den Sport war durch die Sitzung nicht beeinträchtigt", stellte Beierlorzer fest. Die gute Stimmung soll indes anhalten. Das 1:2 zum Rückrundenstart gegen den SC Freiburg ist verdaut.

Beim Tabellendritten wollen die Mainzer endlich punkten und nicht wie zu Saisonbeginn auch im zweiten Spiel eine Niederlage kassieren. "Das ist eine richtige Herausforderung für uns", sagte Beierlorzer, der bedauerte, dass seine überwiegend als Gallier verkleideten Kollegen aus dem Funktionsteam nicht ein paar Liter Zaubertrank mitgebracht hatten.

Beierlorzers Matchplan steht

Beierlorzers Matchplan steht: "Erst die Defensive und bei Ballgewinnen mutig umschalten. Wir müssen unsere Möglichkeiten nutzen.". Die Heimstärke der vom ehemaligen Mainzer Marco Rose (Beierlorzer: "Er hat klare Prinzipien") trainierten Gladbacher schreckt die 05er nicht. Auswärts taten sich die Mainzer zuletzt nicht so schwer. Als Beweis dienen die Auftritte in Hoffenheim (5:1) und Bremen (5:0).

Gladbach mit starker Offensive

Um gegen die mächtige Borussen-Offensive mit Alessane Plea, Marcus Thuram und Breel Embolo durchzuhalten, muss die Organisation in der Mainzer Abwehr stimmen. Der Ausfall des gelb-gesperrten Kunde Malong schmerzt wie der längerfristige Ausfall von Edimilson Fernandes nach seiner Meniskus-Operation. "Wer am Mannschaftstraining teilnimmt, ist ein potentieller Kandidat für die Startelf", sagte Beierlorzer.

Die Aussage macht vor allem Kapitän Danny Latza Mut. Nach seiner Operation an der Bandscheibe im Dezember absolviert Latza wieder das volle Programm und steht vor der Rückkehr ins Team. Als Alternative brachte der Mainzer Coach den Niederländer Jeremiah St. Juste in Spiel. Der niederländische Innenverteidiger hatte zum Rückrundenstart seinen Platz an Alexander Hack verloren. St. Juste gilt als spielstark und könnte, wenn bei den Borussen Embolo als "Zehn" hinter den Spitzen aufgeboten würde, als stabilisierender Faktor wirken. Nachwuchsmann Leandro Barreiro besitzt laut Beierlorzer auch Chancen. Im Angriff ist Jean-Philippe Mateta gesetzt.

Die Mainzer arbeiten intensiv mit dem Franzosen, um letzten Schwächen nach der langen Verletzungspause abzuarbeiten. Matetas Tore könnten für eine Überraschung sorgen, die den auf Platz 15 abgerutschten Mainzern Schwung geben im Abstiegskampf und dunkle Gedanken an den Saisonbeginn (drei Niederlagen) verdrängen würden. "Wir wissen aber schon, wem die Favoritenrolle gebührt", sagte Beierlorzer.

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