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Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 verschiebt seine für den 9. Februar geplante Mitgliederversammlung. Das teilten die Mainzer nach einer einvernehmlichen Entscheidung von Vorstand und Aufsichtsrat am Dienstagabend mit.

Grund für die Verschiebung "ist die in der Vereinssatzung nicht klar definierte Aussage bezüglich der Gesamtzahl der zu nominierenden Bewerberinnen und Bewerber zum Vereinsvorsitz und Aufsichtsrat". Die Wahlkommission des Vereins hatte in der vergangenen Woche ihre Nominierungen zu den Wahlen in der ursprünglich geplanten Mitgliederversammlung bekannt gegeben.

Aussortierte Aufsichtsratsmitglieder sorgen für Ärger

Für Kritik unter den Vereinsmitgliedern sorgte dabei insbesondere, dass die Wahlkommission bei 28 Bewerbungen vier der maximal 16 Bewerberplätze für den Aufsichtsrat unbesetzt ließ und dabei auch vier bisherige Aufsichtsratsmitglieder nicht mehr nominierte. Eine von ihnen ist Eva-Maria Federhenn, sie war bisher Mitglied des Aufsichtsrats und dürfte sich jetzt aufgrund der Nichtnominierung nicht mehr zur Wiederwahl stellen.

Zu den Kritikern gehört auch Ehrenpräsident Harald Strutz. "Ich habe den Eindruck, dass der Verein zum Intriganten-Stadl verkommt", hatte der 70 Jahre alte frühere Clubchef der "Bild"-Zeitung gesagt.

Mainz

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Vereinsvorsitzender Hofmann: "Andere Auffassungen registriert"

Die Wahlkommission ist in ihrer Entscheidung gemäß der Satzung frei und unabhängig und muss diese nicht begründen. "Nach den uns vorliegenden juristischen Einschätzungen hat unsere Wahlkommission satzungskonform gehandelt und entsprechend anhand inhaltlicher Kriterien entschieden. Wir haben aber auch registriert, dass es hierzu andere Auffassungen gibt", sagte der Vereinsvorsitzende Stefan Hofmann.

Neue Satzungsregel soll erarbeitet werden

Der Vorstand wird nun kurzfristig Vorschläge für klarstellende Satzungsregelungen erarbeiten lassen. Danach soll ein neuer Termin für die Versammlung festgelegt werden.

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