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Dem jungen Mainzer Rechtsverteidiger Ridle Baku soll ein Angebot des Bundesligakonkurrenten VfL Wolfsburg vorliegen. Das Transferfenster ist noch bis zum 5. Oktober geöffnet.

Ridle Baku ist das Paradebeispiel für perfekte Jugendarbeit des 1. FSV Mainz 05. Der gebürtige Mainzer durchlief die komplette Jugendabteilung der Rheinhessen. Mit neun Jahren trat er in den Verein ein, mit 19 Jahren gab er sein Profidebüt. Mit 20 Jahren erzielte er sein erstes Bundesliga-Treffer. In den letzten Monaten hat sich Ridle Baku zu einem Stammspieler entwickelt. Mit seinen konstant guten Leistungen hat er aber auch die Konkurrenz auf sich aufmerksam gemacht: Der Sportvorstand der Nullfünfer, Rouven Schröder, hat bereits eingeräumt, schon ein offizielles Gespräch mit dem VfL Wolfsburg geführt zu haben.

Auch auf der Sechs eine Option

Ridle Baku hat in Mainz noch einen Vertrag bis 2022. Er ist ein flexibel einsetzbarer Spieler, bei den Rheinhessen hat er sich die Position des Rechtsverteidigers erkämpft und steht mittlerweile regelmäßig in der Startelf. Auch in der U21-Nationalmannschaft hat sich der Deutsch-Kongolese auf dieser Position festgespielt. Baku kann aber auch im defensiven Mittelfeld seine Stärken ausspielen.

Der VfL Wolfsburg sucht dringend einen rechten Verteidiger, denn gleich zwei Profis, die diese Position bespielen, sind bei den Wölfen langzeitverletzt. Das gilt für den Brasilianer William (Kreuzbandriss im Februar) und Kevin Mbabu (Bänderverletzung im Knie). Fest steht: Der VfL Wolfsburg will Ridle Baku verpflichten. Mainz 05 will ihn eigentlich nicht abgeben, aber Schröder betont auch: Kein Spieler ist unverkäuflich. Wolfsburg will aber, wie kolportiert wird, nur einen einstelligen Millionenbetrag für Baku investieren.

Zu viele Innenverteidiger?

"Die Mannschaft so weit wie es geht zusammenhalten". So lautet eigentlich die Mainzer Devise für diese Saison. Dazu wollen die Rheinhessen in dieser Spielzeit vermehrt auf Eigengewächse setzen. Ridle Baku scheint dafür wie gemacht zu sein. Trotzdem wird sich im Kader der Rheinhessen wahrscheinlich noch was verändern, denn er ist immer noch zu groß und einige Positionen sind zu dicht besetzt. Ein Beispiel ist die Innenverteidigung. Hier streiten sich gleich sechs Spieler um zwei Plätze. Es steht im Raum, dass sich Mainz 05 noch von einem etablierten Verteidiger trennen wird. Mit Moussa Niakhate oder Jeremiah St. Juste könnten die Nullfünfer noch mal Kasse machen. In Zeiten von Corona und klammen Geldbörsen wäre das ein nachvollziehbarer Schritt.

Das Transferfenster schließt am 5. Oktober. Es bleibt spannend rund um den Mainzer Bruchweg.

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