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Mainz 05 hat eine durchwachsene Hinrunde erlebt. Abstiegs- und Verletzungssorgen prägten die erste Hälfte der Saison. Zudem musste - ganz Mainz untypisch - der Trainer gehen.

So lief die Hinrunde:

Die Rheinhessen haben wohl selten eine so brisante Hinrunde erlebt, wie in dieser Spielzeit. Top-Stürmer Jean-Philippe Mateta war lange verletzt, außerdem gab es die historische 0:8-Pleite gegen RB Leipzig. Der harmlose Auftritt und die Niederlage gegen Aufsteiger Union Berlin, eine Woche später, sorgten für die Trennung von Trainer Sandro Schwarz. Schwarz-Nachfolger wurde Achim Beierlorzer, der erst kurz vorher beim 1. FC Köln entlassen worden war. Anfangs war die Skepsis groß, doch der neue Coach schaffte es, der Mannschaft wieder Selbstvertrauen zu geben. Heraus kamen ein fulminantes 5:1 gegen Hoffenheim, der klare Heimsieg im Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt oder das souveräne 5:0 gegen Konkurrent Werder Bremen. Trotzdem wartet auf Beierlorzer noch genug Arbeit.

Der Mainzer Transfermarkt:

Zugänge sind bei den Mainzern in der Winter-Transferperiode wohl nicht zu erwarten. Der 05er-Kader ist breit genug und der Trainer mit der Qualität zufrieden. "Wer sich unseren Kader anschaut, der wird merken, dass wir auf allen Positionen gut besetztsind", bestätigt Beierlorzer. Stattdessen soll der ein oder andere Spieler mit weniger Perspektive noch abgeben werden.  "Es ist unsere Verantwortung den Spielern gegenüber, die weniger Spielzeit bekommen würden, zu sagen, dass ein anderer Weg für ihre Entwicklung besser wäre."

Der Trainer:

Nach Sandro Schwarz kam Achim Beierlorzer, der erst kurz zuvor beim krisengeplagten FC Köln als Trainer gehen musste. Anfangs sehr kritisch beäugt, konnte er seine Kritiker durch spektakuläre Siege (Hoffenheim, Bremen) von sich überzeugen und ist mittlerweile von Team und Fans sehr gut angenommen. Dazu passt Beierlorzer charakterlich gut zu den Rheinhessen. Der 52-Jährige Franke ist ein offener Typ. Er geht freundlich auf Fans und Vereinsmitarbeiter zu. Beierlorzer kommt gut an beim FSV.

Erwartungen an die Rückrunde:

Nach der sehr holprigen Hinrunde sind bei Mainz 05 alle, Verein und Fans, auf "Mission Klassenerhalt" eingestellt. Schließlich trennen die 05er nur drei Punkte vom Relegationsplatz. Der Rückrundenauftakt mit Freiburg, Mönchengladbach und dem FC Bayern München hat es allerdings direkt in sich.

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