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Es war kein Feinschmeckerfußball, den der FSV Mainz 05 beim 0:0 gegen den FC Schalke 04 bot. Trotz der Nullnummer war man bei den Rheinhessen aber zufrieden und betonte die positiven Aspekte.

Es waren vor allem zwei Dinge, die der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer nach dem 0:0 gegen Schalke 04 herausstrich. Der 52-Jährige war zufrieden mit der defensiven Stabilität seiner Mannschaft. Und ebenso hatte es den Franken erfreut, dass sein Team durch den Punktgewinn den Abstand zu den letzten drei Tabellenplätzen auf immerhin fünf Punkte ausbauen konnte. Mainz weist jetzt 22 Zähler auf, während die Teams aus der Gefahrenzone (Düsseldorf, Bremen und Paderborn) am Wochenende allesamt verloren.

Beierlorzer: "Lassen nicht mehr viel zu"

"Das Defensivkonzept ist aufgegangen. Wir lassen nicht mehr viel zu, sind verlässlicher worden und nicht mehr die Schießbude der Liga", sagte Beierlorzer. Seine Mannschaft hat mit weiterhin 48 Gegentreffern nur noch die zweitmeisten der Liga - hinter Bremen.

Nach dem Auswärtssieg in Berlin eine Woche zuvor war das Remis gegen die Königsblauen ein weiterer Schritt nach vorne, so Beierlorzer: "Das ist ja fast schon eine Mini-Serie. Fünf Punkte Abstand nach unten sind gut, sieben Punkten wären noch besser gewesen." Bereits in der Hauptstadt hatte seine Mannschaft nicht viele gegnerische Gelegenheiten zugelassen.

"Wenn es blöd läuft, stehen wir mit leeren Händen da"

Mit dem eigenen Offensivspiel war Beierlorzer ebenfalls einverstanden - obwohl die 05er nicht viele Möglichkeiten herausarbeiteten. "Es waren zwei sehr gut organisierte Mannschaften. Vielleicht hatten wir einen Tick bessere Chancen", sagte der 52-Jährige: "Aber wenn es blöd läuft, stehen wir am Ende mit leeren Händen da." Damit spielte Beierlorzer auf die Riesengelegenheit von Schalkes Winston McKennie an, der in der Nachspielzeit freistehend nur hauchdünn am Tor der Rheinhessen vorbeiköpfte.

"Der Punkt hilft uns weiter"

So stand letztlich ein 0:0 der kämpferischen Sorte - und darauf, so Beierlorzer, könne man im Kampf um den Klassenerhalt weiter aufbauen. "Wir sind zufrieden damit, wir haben einen Punkt, und der hilft uns weiter", sagte der Mainzer Coach: "Man hätte gerne drei Punkte, und die wären möglich gewesen. Auf der anderen Seite nehmen wir den Punkt, weil die Mannschaft gut gearbeitet hat."

Ähnlich wie das Fazit seines Trainers fiel auch die Analyse des Mainzer Abwehrspielers Daniel Brosinski aus. "Wir hatten auch gute Chancen - deshalb sehe ich das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber wir haben zu Null gespielt - gegen eine gute Schalker Mannschaft. Das sollte uns doch Selbstvertrauen geben."

Mit diesem Selbstvertrauen wollen die Mainzer den jüngsten Aufwärtstrend dann am Fastnachtssonntag (18 Uhr) bestätigen. Dann müssen die 05er beim VfL Wolfsburg ran. Und punktet Beierlorzers Mannschaft auch bei den Niedersachsen, dann steht einem entspannten Rosenmontag nichts im Weg.

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