Bo Svensson, Trainer FSV Mainz 05 (Foto: Imago, IMAGO / Poolfoto)

Fußball | Bundesliga

Nach Nullnummer auf Schalke: Mainz 05 fehlt die Torgefahr

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Im Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga kam Mainz 05 auf Schalke nur zu einem 0:0-Unentschieden. Der Mainzer Coach Bo Svensson ärgerte sich darüber nach dem Spiel.

"Ich fand die Leistung von uns bis auf die ersten 15, 20 Minuten sehr gut. Wir waren dem Gegner klar überlegen, haben das Spiel dominiert, waren in der zweiten Halbzeit nur in der Schalker Hälfte", resümierte Bo Svensson nach der Partie auf Schalke, nur das Tor habe den Mainzern gefehlt.

"Ich ärger mich, denn den Sieg hätten wir verdient gehabt."

Nach dem Spiel war die Enttäuschung bei beiden Teams riesengroß. Durch das 0:0 im erschreckend schwachen Abstiegsduell verpassten sowohl der FC Schalke 04 als auch der FSV Mainz 05 den dringend benötigten Punkte-Dreier. Für die Rheinhessen wäre es ein echter Befreiungsschlag gewesen.

Schalke auf Abstand gehalten

So sprang Mainz zumindest bis Sonntag "nur" auf den Relegationsrang 16. "Das ist einfach zu wenig", schimpfte 05-Mittelfeldspieler Dominik Kohr. Mainz war vor allem in der zweiten Halbzeit die etwas entschlossenere Mannschaft. Das Problem dabei formulierte Abwehrspieler Stefan Bell: "Wir hatten 20 Torschüsse, aber davon waren nur zwei gefährlich." Schalke hingegen wäre froh gewesen, hätte es überhaupt die Kraft für 20 Torschüsse gehabt.

Bemüht war das stark ersatzgeschwächte Team im ersten Spiel unter dem fünften Schalker Cheftrainer in dieser Saison, Dimitrios Grammozis. Was neben dem spielerischen Unvermögen indes nachdenklich stimmte, waren die offensichtliche Fitnessdefizite des einstigen Spitzenclubs.

Während Mainz in der zweiten Halbzeit nach vorne zumindest noch einmal alles versuchte, waren die Königsblauen völlig k.o.. "Es war natürlich ein sehr intensives Spiel", antworte Grammozis diplomatisch auf die naheliegende Frage zum Fitnesszustand, ohne direkt nach seinem ersten Spiel seine Vorgänger kritisieren zu müssen.

Ex-Mainzer Serdar: Es gab Defizite im Schalker Training

Zwischen den Zeilen ließ Suat Serdar indes anklingen, dass es im Training der vergangenen Wochen offenbar Defizite gegeben habe. "Der Trainer wird mit uns noch viel arbeiten, damit wir dann in den letzten Minuten besser aussehen", sagte Serdar über Grammzosis, der auf den am vergangenen Sonntag geschassten Christian Gross gefolgt war. "Wir können keine Wunderdinge in zwei Tagen vollbringen", sagte Grammozis selbst. Und deshalb dürfte wegen der unter zwei Sportchefs und mindestens vier Trainern kumulierten Fehler der vergangenen zwei Jahren ziemlich sicher im Sommer auch der vierte Bundesliga-Abstieg stehen. Die Mainzer hingegen haben sich in der Rückrunde den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze erarbeitet und können weiter auf den Klassenerhalt hoffen.

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