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Nur eingefleischten 05-Fans sagt der Name David Nemeth bisher etwas. Der 20-jährige Österreicher steht seit 2020 bei den Mainzern unter Vertrag. Jetzt soll und will er in der kommenden Saison durchstarten.

Laut der Homepage transfermarkt.de ist David Nemeth etwa vier Millionen Euro wert. Das überrascht, denn im September 2020 kam er laut derselben Quelle für gerade mal 450.000 Euro aus Österreich vom damaligen Absteiger SV Mattersburg in die Regionalliga-Mannschaft der 05er. Nemeth war von Beginn an ein Perspektivspieler. Nach nur zwei Spielen im Regionalliga-Team wurde er direkt wieder zum österreichischen Bundesligisten Sturm Graz verliehen. Dort absolvierte er eine sehr solide Saison. Jetzt also die Rückkehr nach Mainz, die von Beginn an so geplant war: "Wir haben gute Gespräche geführt, damals noch mit Rouven Schröder (Anmerkung der Redaktion: ehemaliger Sportvorstand Mainz 05), da haben wir mich einfach noch nicht auf dem Level gesehen, dass ich Bundesliga spielen kann und wir haben gemeinsam entschieden, dass es für mich das Beste ist, noch einmal für ein Jahr nach Österreich zu gehen", sagt Nemeth, der definitiv mit gestärktem Selbstbewusstsein zurückkommt.

Es war mit Sturm Graz eine Win-Win-Situation

Nemeth wurde in Graz direkt zum Stammspieler und hat in der vergangenen Saison 32 Spiele gemacht. Dabei erzielte er auch zwei Tore. 05-Sportdirektor Martin Schmidt hatte Nemeth genau im Blick: "Im März war er sogar im erweiterten Kader der österreichischen Nationalmannschaft. Und das zeigt, dass er sich in dem Jahr gut entwickelt hat. Er gehörte in der ersten Liga zum Stammpersonal", sagte Schmidt vor einigen Wochen. In der Vorbereitung soll er zeigen, wie weit er ist. Schmidt sagt weiter: "Wir sind sehr froh und freuen uns auf David, der jetzt mit einem guten Gefühl zurückkommt." Die Erfahrung aus den Spielen für den österreichischen Erstligisten Sturm Graz soll der junge Innenverteidiger jetzt mit nach Mainz bringen.

Ergänzungsspieler oder doch mehr?

Die Mainzer Defensive erscheint auf den ersten Blick sehr gut aufgestellt. Mit dem Franzosen Moussa Niakhaté und dem Niederländer Jeremiah St. Juste sind zwei Plätze in der Abwehrreihe eigentlich schon vergeben. Dazu kommen die beiden Routiniers Stefan Bell und Alexander Hack. Luca Kilian ist mit 21 Jahren wie Nemeth ebenfalls noch jung und ambitioniert. Heißt: Sollten Niakhaté und St. Juste beide bleiben, sie gelten immer mal wieder als potentielle Verkaufskandidaten, dann haben die 05er ein leichtes Überangebot an zentralen Abwehrspielern. David Nemeth will sich voll reinhauen für den Platz in der Stammelf. "Ich fühle mich sehr gut, ob ich dann spiele, wird der Trainer entscheiden. Ich werde alles geben. Wenn der Trainer sieht, dass ich bereit bin, wird er mich, wie ich gehört habe, auch bringen."

Spielt Mainz Dreier- oder Viererkette?

Die mit entscheidende Frage wird sein: Wie spielt Mainz in der Defensive? Tendenziell werden die 05er mit Dreierkette auflaufen. Mit Blick auf die aktuellen Defensivkräfte im Kader, wird wohl alles auf dieses Spielsystem hinauslaufen. Die Viererkette bliebe aber die taktische Alternative. In der Dreierkette wären auf den beiden Außenpositionen Niakhaté und St. Juste quasi gesetzt. Genau dort sieht Nemeth aber auch seine Stärken: "Ich bevorzuge eher die Außenposition als die in der Mitte. Links oder rechts ist egal, wobei mein stärkerer Fuß ist der rechte", antwortet David Nemeth auf die Frage nach seiner Lieblingsposition.

Fakt ist: In der Abwehrzentrale hat Mainz 05 aktuell fast ein Überangebot an bundesligareifen Spielern. Es bleibt abzuwarten, ob es noch weitere Abgänge bis zum Ende der Transferphase am 31. August geben wird. Die Verträge mit Bell und Hack wurden erst in den vergangenen Wochen verlängert. An den möglichen Abgängen hängt dann bestimmt auch, wie viele Einsätze David Nemeth in Aussicht gestellt bekommt. Bis dahin kann sich der österreichische U21-Nationalspieler in Mainz präsentieren - Ausgang aktuell offen.

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