Ex-Mainz-Profi Niko Bungert im SWR Sport Podcast Nur der FSV (Foto: Imago, Imago/Rene Schulz)

Fußball | Bundesliga

Ex-Profi Niko Bungert: "Das 'Mainz-05-Gefühl' gibt es immer noch"

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Elf Jahre war Niko Bungert Profi beim 1. FSV Mainz 05. Heute absolviert er ein Trainee-Programm im Verein. Er gilt als Identifikations-Figur für die Fans und sieht trotz der aktuellen, sportlich eher bedrohlichen Lage, immer noch viel "Mainz-Gefühl" in der Stadt.

Mittwoch, 10 Uhr, Zeit für Folge 36 des SWR Sport Podcasts "Nur der FSV". Per Videoschalte ist Niko Bungert zu Gast. Es werden unterhaltsame Minuten mit dem Ex-Profi, der wie kein zweiter die Tugenden, die die 05er so "mainzigartig" machen, verkörpert.

Immer noch das "Bruchweg-Wir-Gefühl"

Trotz der derzeit sportlich angespannten Lage sieht Bungert immer noch, bei aller Skepsis und auch Wehmut, das Positive: "Wenn es heißt, Mainz 05 ist nicht mehr präsent in der Stadt, es fehle dieses Gefühl, dann empfinde ich das gar nicht so." Eine Veränderung nimmt er zwar wahr, aber in Gesprächen mit den Fans stellt der 34-Jährige immer noch das "Bruchweg-Wir-Gefühl" fest. "Die Leute sind immer noch begeistert, sind dem Verein treu und positive gestimmt, auch wenn es aktuell nicht so gut läuft", sagt Bungert und vermittelt dabei den Eindruck, dass ihm definitiv viel am Verein liegt.

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Vom Rasen auf die Geschäftsstelle

Nach Ende seiner Profikarriere im Sommer 2019 beginnt Niko Bungert ein Trainee-Programm beim FSV. Der Klub gibt ihm die Möglichkeit, in alle Abteilungen einmal reinzuschnuppern und sich auszuprobieren, in welche Richtung er sich beruflich orientieren möchte. Marketing- und Medienabteilung hat er schon kennengelernt, es folgen noch weitere Stationen innerhalb des Vereins, immer in enger Abstimmung mit dem kaufmännischen Vorstand Jan Lehmann und Sportvorstand Rouven Schröder.

Schröder war es auch, der im November 2019, nach der Freistellung von Sandro Schwarz, Niko Bungert bittet, doch das Büro wieder mit dem Trainnigsplatz zu tauschen und den damals neuen Coach Achim Beierlorzer als Co-Trainer zu unterstützen. Die Rückkehr in die Kickstiefel war von vorne herein zeitlich bis Saisonende begrenzt. "Rouven hat gesagt, das sie mich brauchen. Da habe ich natürlich zugesagt, dem Verein zu helfen in der Situation. Aber ich wollte schon zurück in das Trainee Programm. So war von Anfang an der Deal", so Bungert im SWR Sport Podcast "Nur der FSV".

"Jan-Moritz Lichte macht super Arbeit"

Auch wenn Bungert wieder mehr am Schreibtisch sitzt, hat er noch engen Kontakt zur Mannschaft, zu den ehemaligen Mitspielern und natürlich zu Trainer Jan-Moritz Lichte. Der war ja unter Beierlorzer noch gemeinsam mit ihm Co-Trainer und wurde in "einer denkbar ungünstigen Lage", so Bungert zum Chef befördert. Ratschläge benötige Lichte zwar nicht, dennoch ist Bungert in regelmäßigem Austausch. "Er hat das gut analysiert und aufgearbeitet. Aus meiner Sicht müssen die unnötigen Gegentore verhindert werden", sagt der frühere Abwehrspieler, "dann kommen wir auch da unten raus".

Wie schnell das im Fußball gehen kann, kennt Niko Bungert aus eigener Erfahrung: "Wenn man ein paar Punkte holt, dann kann man die Tabellensituation schnell verbessern. Das ist ja das Schöne am Fußball, man kann in kurzer Zeit aus einer Depressions-Phase eine Hurra-Phase machen, da müssen wir und Stück für Stück hinarbeiten."

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