Christian Heidel ist wieder Sportvorstand bei Mainz 05 (Foto: imago images, Imago)

Fußball | Bundesliga

Christian Heidel will "wieder Bundesliga mit Herz in Mainz"

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Christian Heidel ist zurück bei Mainz 05. Mit vollem Einsatz hat sich der neue Vorstand Strategie, Sport und Kommunikation in die Arbeit gestürzt. Im SWR Sport Podcast "Nur der FSV" erzählt er von seinen vielen Ideen, seine 05er wieder dorthin zu führen, wo sie schon einmal waren - zurück aus dem Tabellenkeller, vor allem aber zurück in die Herzen der Mainzer.

Von 0 auf 100 - kein Problem für Christian Heidel. "Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren nicht das Licht ausgemacht", erzählt er gewohnt gut gelaunt im SWR Sport Podcast "Nur der FSV". Man merkt sofort, Heidel ist wieder da - am Bruchweg, bei seinem Herzensclub, in seiner Heimatstadt. Er ist so präsent wie vor seinem Weggang 2016.

Und trotzdem ist ihm nicht entgangen, was sich in der Zeit seiner Abwesenheit beim FSV alles so entwickelt hat. "Mainz 05 hat sich verändert. Es ist alles ein bisschen größer geworden im Vergleich zu 2016, als ich weggegangen bin. Es sind aber noch viele Leute da, die ich noch gut kenne von damals." Allein das komplett veränderte Gelände mit den neuen Trainingsplätzen und die Infrastruktur des Nachwuchsleistungszentrum beeindrucken den 57-Jährigen. Für Heidel ist es "wie ein nach Hause kommen".

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Neuer Job an alter Wirkungsstätte

Früher war Christian Heidel einfach der "Mainzer Manager", gefühlt Mädchen für alles. Alles lief über ihn oder seinen Schreibtisch. Die offizielle Bezeichnung seit seiner Rückkehr lautet: Vorstand Strategie, Sport und Kommunikation. Klingt sperrig und war auch nicht so leicht zu definieren, gibt Heidel zu. "Das war das allergrößte Problem: Wie nennen wir den Kameraden. Mir war das völlig egal, aber das ist für die Außendarstellung nicht ganz unwichtig."

Konzepte für die Außendarstellung entwickeln

Vor allem für den Bereich Strategie hat sich Heidel einiges vorgenommen. "Wir wollen Konzepte entwickeln, so soll Mainz 05 sein. Und Kommunikation hat auch viel mit Außendarstellung zu tun." Erst als Rouven Schröder den Verein verließ, wurde auch das Sportliche, nach reiflicher Überlegung, wieder ein Tätigkeitsfeld Heidels. In Zusammenarbeit mit dem neuen Sportdirektor Martin Schmidt, der sich um das tägliche Geschäft kümmert, ließ sich das dann doch vereinbaren.

Heidel will das Große und Ganze im Blick haben

Mir geht es darum, Mainz 05 wieder ein bisschen stärker in Mainz zu positionieren", lautet ein Ziel des Rückkehrers. Doch das ist noch lange nicht alles. Heidel hat jede Menge Ideen und Vorstellungen, wie er vor allem wieder mehr Identität zwischen Verein, Fans und auch der Stadt schaffen will. Das alte "Mainz-Gefühl" soll wieder her. Als geborener Mainzer und Ur-05er will er die richtigen Hebel in Bewegung setzen. Wichtig ist ihm, dass Bundesliga in Mainz wieder als etwas Besonderes gesehen wird, aber auch, "dass wieder Bundesliga mit Herz" bei Mainz 05 gespielt wird.

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