Die Mainzer Kevin Stöger (oben) und Karim Onisiwo jubeln nach dem Tor zum 3:0.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Fußball | Bundesliga

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg - Mainz freut sich über sechs Punkte

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Der 1. FSV Mainz 05 hat erstmals seit 2018 die ersten beiden Saison-Heimspiele in der Fußball-Bundesliga gewonnen und sich vorerst im oberen Tabellendrittel etabliert - zur Freude des Trainers und Sportdirektors.

Die Profis der SpVgg Greuther Fürth waren längst unter der Dusche, als die Fans von Mainz 05 mit ihrer Mannschaft immer noch ausgelassen und lautstark den zweiten Saisonsieg feierten. Torschütze Adam Szalai stand vor der Tribüne und animierte die Anhänger zur Party. Beim souveränen 3:0 (2:0) erteilte der FSV den weiter sieglosen Franken am Samstag eine Lehrstunde und zeigte dem Aufsteiger schonungslos die Grenzen in der Fußball-Bundesliga auf.

Schmidt: "Ein rundum perfekter Tag"

"Wir haben unser Heimspiel-Gesicht gezeigt. Drei Spiele, sechs Punkte - das ist ein guter Start in die Saison", sagte der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt nach dem Spiel. "Ein rundum perfekter Tag", zog Schmidt Bilanz, wollte aber auch nicht in Euphorie verfallen. "Man sieht, dass man einen guten Start hat. Aber wichtig ist dann auch, wie man sich weiterentwickelt im Verlauf der Saison, wenn der Gegner sich auf uns eingestellt hat." Er glaube daran, dass die Mannschaft eine bessere Rolle spielen könne als in der vergangenen Saison - und meinte damit vor allem "weniger nervenaufreibend". Das Ziel sei, im Mittelfeld zu landen.

Zufriedenheit bei 05-Coach Svensson

Anderson Lucoqui mit seinem ersten Bundesligator (15. Minute), Adam Szalai (18.) und Geburtstagskind Kevin Stöger (90.+2) schossen vor 11.500 Zuschauern die Tore zum hochverdienten Erfolg der klar überlegenen Mainzer. "Wir sind natürlich sehr zufrieden mit den Punkten und der Art und Weise, wie wir gespielt haben", sagte 05-Trainer Bo Svensson. "Wir haben sechs Punkte nach drei Spielen, was nach dieser nicht so einfachen Phase sehr gut ist."

Nach dem enttäuschenden Auftritt beim 0:2 in Bochum hatte Svensson seine Startformation gleich auf fünf Positionen verändert. Das zeigte Wirkung. Die 05er, die zum Saisonstart massive Corona-Probleme und deshalb viele Ausfälle zu beklagen hatten, agierten von Beginn an druckvoll und schafften früh klare Verhältnisse. "Heute war wichtig, dass wir die nötige Aggressivität und Intensität auf den Platz gebracht haben, die wir in Bochum vermissen lassen haben", lobte Svensson den Auftritt seines Teams. Gleichzeitig sehe er aber immer noch Verbesserungsbedarf in der Spielweise.

Überzeugender Auftritt der Mainzer

Gegen den harmlosen Aufsteiger aus Fürth kamen die Mainzer mit ihrer Spielanlage jedoch gut zurecht. Zunächst sorgte Neuzugang Lucoqui bei seinem Debüt im Mainzer Trikot im zweiten Versuch für die umjubelte Führung, nachdem er zunächst an Gäste-Torwart Sascha Burchert gescheitert war. "Es war ein unglaubliches Spiel: Die Fans waren dabei, weiße Weste und ich habe mein erstes Tor gemacht - was will man mehr?", sagte der vom Ligarivalen Arminia Bielefeld gekommene Lucoqui.

Nur drei Minuten später traf Routinier Szalai nach schöner Vorarbeit von Silvan Widmer per Direktabnahme. Fürth tat sich gegen die aggressiven Hausherren schwer und konnte kaum einmal gefährliche Angriffe inszenieren. Auch in der zweiten Halbzeit beherrschte Mainz das Geschehen fast nach Belieben, versäumte es dabei aber, etwas für die Tordifferenz zu tun. Die Gäste blieben weitgehend harmlos und verzeichneten lediglich einen Torschuss durch Paul Seguin (73.). In der Nachspielzeit sorgte dann Stöger an seinem 28. Geburtstag für den passenden Schlusspunkt eines gelungenen Mainzer Auftritts.

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