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Es läuft beim 1. FSV Mainz 05. Zwar stehen die Rheinhessen immer noch auf einem Abstiegsplatz, aber der Trend stimmt. Die Mannschaft zeigt Geschlossenheit und Wille. Attribute, die in Mainz lange vermisst wurden.

Schon wieder ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Der Sieg gegen Freiburg war für Mainz 05 mehr als einfach nur ein wichtiger Dreier. Das Team strotzt vor Selbstbewusstsein. Den neuen Spirit sieht man der Mannschaft förmlich an. Die Bedeutung des Erfolgs steht in den Gesichtern. "Das war wieder so ein Spiel, wo wir erst kurz vor Schluss das Siegtor schießen, das spricht für unseren Teamgeist, für die Mentalität, die jetzt in unserer Mannschaft drin steckt, dass wir alles reinhauen und alles geben, wir sind eine geile Truppe", sagt Abwehrspieler Phillipp Mwene im Interview mit SWR Sport.

Erlösung durch Robin Quaison

Robin Quaison erlöste die Mainzer mit seinem Treffer sechs Minuten vor dem Ende. Kein Zufall, dass der Treffer eine Co-Produktion zweier Einwechselspieler war. Robert Glatzel setzte den ersten Punch, Freiburgs Keeper Florian Müller konnte dessen Kopfball mit einem Reflex noch parieren, der Nachschuss des Schweden Robin Quaison passte dann - wieder einmal Power von den Jokern. Kein Zufall meint Phillipp Mwene: "Wir freuen uns auf jedes Wochenende, wir freuen uns mit der kompletten Truppe, quatschen schon unter der Woche, dass wir wieder beweisen wollen, dass unser Gesicht der Hinrunde nicht unser wahres Gesicht war".

Phillipp Mwene ist defensiv ein Ballklauer und offensiv ein Antreiber

Mwene verkörpert aktuell, dass was Mainz Trainer Bo Svensson fordert. Laufbereitschaft, Kampf - auch wenn mal etwas nicht klappt, Intensität. Für einen Außenverteidiger sehr anstrengend. Mwene erfüllt die Anforderungen auf der linken Seite aktuell sehr gut.

Der Österreicher hat jetzt zehn Spiele in Folge von Beginn an gespielt. Das gab es noch nie für ihn bei Mainz 05. Im Sommer 2018 kam er vom 1. FC Kaiserslautern und erfüllte direkt die Erwartungen, verletzte sich dann aber an der Patellasehne. Eine lange Leidenszeit, die fast eineinhalb Jahre andauerte, folgte. Mwene kämpfte sich zurück, spielte in der letzten Saison ab und zu. In der unruhigen und erfolglosen Hinrunde spielte er keine große Rolle. Jetzt, in der Rückrunde ist er nicht mehr wegzudenken. "Wenn ein neuer Trainer kommt, werden die Karten neu gemischt. Ich habe vom ersten Tag an bei Bo Svensson gemerkt, dass das ganz gut passen könnte, wenn ich meine Chance bekomme. Es gibt noch Dinge, die ich verbessern muss, aber mit der Truppe ist das auf jeden Fall machbar", sagt der 27-Jährige Wiener, der von der U17 bis zur U19 beim VfB Stuttgart ausgebildet wurde.

"Gemeinsam die Herausforderung annehmen"

Geduld und Glaube - das sind gefragte Eigenschaften im Abstiegskampf, die Mwene derzeit perfekt verkörpert. "Er macht das sehr gut zurzeit, wir sind froh Phillipp in dieser Verfassung zu haben, ob im Training oder im Spiel", lobt Trainer Svensson. Mit der Einstellung kann das was werden, um aus der Frage "Bleibt Mainz in der Liga?" am Ende der Saison ein "Mainz bleibt in der Liga" zu machen.

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