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Bo Svensson soll den 1. FSV Mainz 05 im Abstiegskampf retten. Aber reicht die "05-DNA", um dort zu bestehen? Für SWR-Sportredakteur Achim Scheu stehen jetzt auch die Spieler in der Pflicht.

Wie wird man als Profi bei den Fans zum Held? Wenn man sich reinhaut, wenn man mit verbissenem Blick Woche für Woche spielt, kämpft und ackert, wenn man das Trikot in der Halbzeitpause wechseln muss, weil es vom Dauergrätschen verdreckt ist. Solche Helden gibt es im aktuellen Kader des FSV Mainz 05 nicht, aber so ein Held war Bo Svensson. Und solche Helden werden auch noch Jahre später respektiert. Dass der Mann, der jetzt die Rheinhessen vor dem Abstieg retten soll, bisher nur Co-, Jugend- und Trainer eines österreichischen Zweitligisten war? Geschenkt! Sagt der Fan mit leicht verklärtem Blick auf Zeiten, in denen alles besser war beim selbsternannten Karnevalsverein.

Gemeinsam zum Klassenerhalt

Gemeinsam mit Christian Heidel als Sportvorstand und Martin Schmidt als Kaderplaner ist die 05-DNA zurück in Mainz. Ob allein das Erbmaterial reicht, um in der Bundesliga zu bestehen? Riskant ist das durchaus. Kann Svensson Bundesliga? Abstiegskampf? Mit einer Ansammlung hochbegabter Spieler, die bisher selten mehr als zwei bis drei Spiele am Stück ihr Potential abrufen konnten oder wollten?

Bo Svensson, der so ruhig wirkende, manchmal etwas grummelig dreinschauende Däne - fragen Sie mal seine Spieler aus A-Jugend Zeiten - kann laut werden, sehr laut. Allein durch seine Größe von 1,90 Metern stellt er schon eine Respektsperson dar. Profis wie Mateta oder Boetius werden sich umschauen, wenn es von heute an etwas rustikaler in der Kabine zugehen wird als bisher.

Auch die Profis müssen jetzt mal liefern

Ich glaube, dass Svensson, in der Konstellation mit Heidel und Schmidt im Rücken, durchaus in der Lage ist, die Mannschaft in die Spur zu bekommen. Seine Vorgänger haben sich am Team abgearbeitet. Auch die Profis müssen jetzt mal liefern.

Abstieg einkalkulieren

Ich warne aber davor, jetzt Wunder zu erwarten. Allein die kommenden vier Gegner heißen Frankfurt, Dortmund, Wolfsburg und Leipzig. Der Erfolg kommt nicht "hoppla-hopp" dank Bo und Co. Die Rückkehr der drei Protagonisten mit Svensson auf der Trainerbank ist als langfristiges Projekt angelegt, notfalls mit einer Zwischenstation in der 2. Liga. Das den ungeduldigen Fans zu erklären, ist ebenfalls eine schwere Aufgabe. Aber dafür wurde ja Bo Svensson geholt.

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