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Im zweiten Anlauf könnte nach Jürgen Klopp ein weiterer früherer Coach des FSV Mainz 05 seine Karriere mit dem Titel in der Königsklasse krönen. Thomas Tuchel trifft mit dem FC Chelsea im Champions-League-Finale auf Manchester City.

Im vierten Jahr in Folge steht ein Trainer, der seine Karriere im Profibereich bei Mainz 05 begann, im Finale der Champions League. Jürgen Klopp (2018 und 2019 jeweils mit dem FC Liverpool), sowie Thomas Tuchel (2020 mit Paris St. Germain und 2021 mit dem FC Chelsea) haben beide bei den 05ern ihre ersten Gehversuche in der Trainerwelt für Profimannschaften gewagt. Klopp konnte mit Liverpool im Jahr 2019 den Henkelpott sogar gewinnen, Tuchel will dies in diesem Jahr im zweiten Anlauf ebenfalls schaffen. Das Finale wird am Samstag, den 29.5. um 21 Uhr angepfiffen.

Trainer-Entdecker Christian Heidel

2001 machte Christian Heidel, der Sportvorstand der Mainzer, Jürgen Klopp aus der Not heraus vom Spieler zum Trainer der damals abstiegsbedrohten Zweitligamannschaft. Klopp verhinderte den Abstieg, stieg 2004 nach zwei zuvor denkbar knapp verpassten Aufstiegen sogar in die Bundesliga auf. 2009 dann machte Heidel den damaligen A-Jugend-Coach Thomas Tuchel zum Chef der Profis. Der nutzte seine Chance, wurde wie Klopp zu einem der erfolgreichsten und begehrtesten Trainer Europas.

Heidel wünscht seinem Ex-Coach den Erfolg: "Ich drücke Thomas von Herzen alle Daumen, dass dieser Henkelpott auch ein bisschen nach Mainz kommt", sagt Heidel im Gespräch mit SWR Sport, "wobei ich ihm eine Rechnung schicken muss, denn ich mache das jetzt im vierten Jahr in Folge, dass ich von vielen englischen Journalisten angerufen werde. Ich habe tausendmal versucht ihnen zu erklären, wer er ist, wo er herkommt und was für ein Typ er ist. Ich befürchte, wenn er das Ding gewinnt, dann geht das wieder von vorne los", meint Heidel augenzwinkernd weiter.

Auch Bo Svensson drückt Tuchel die Daumen

Der heutige Trainer der Mainzer, Bo Svensson, war Spieler unter Thomas Tuchel bei den 05ern. Svensson spricht voll Anerkennung von seinem damaligen Trainer. "Er war besonders. Jedes Training war eine Herausforderung, ich habe viel von ihm mitgenommen", sagt Svensson. "Ohne ihn würde ich hier nicht sitzen." Der Däne schaut mit einem besonderen Blick auf jedes Spiel, das Tuchel coacht, und fühlt sich immer wieder an eigene Trainingseinheiten unter ihm erinnert.

Tuchel und sein Team beeindrucken Svensson

Auf Wunsch von SWR Sport schickt Bo Svensson auch noch ganz persönliche Worte in Richtung Thomas Tuchel, der mit seinem Trainerteam, mit dem er schon in Mainz, in Dortmund, in Paris und jetzt auch beim FC Chelsea zusammenarbeitete, im Finale der Königsklasse steht.

Co-Trainer Arno Michels und Video-Analyst Benni Weber waren von Beginn an im Trainerstab von Tuchel und halten auch noch Kontakt nach Mainz. "Es ist einfach mega beeindruckend, ihr steht da jetzt zum zweiten Mal in Folge im Finale. Ich wünsche euch viel Erfolg, holt das Ding", sagt Svensson und man merkt dem Dänen an, dass es ihn schon auch sehr stolz macht, einen Lehrer wie Thomas Tuchel gehabt zu haben.

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