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Am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga gelingt den Mainzern eine beeindruckende Aufholjagd gegen Bayer Leverkusen. Nach einem 0:2-Rückstand gleicht der FSV in der Nachspielzeit noch aus.

Leverkusen schien nach Treffern der beiden Torjäger Lucas Alario (14.) und Patrik Schick (84.) bereits der klare Sieger zu sein. Doch die Mainzer schlugen durch späte Treffer der Joker Robert Glatzel (89.) und Kevin Stöger (90.+2) eindrucksvoll zurück und verkürzten den Rückstand auf den Relegationsplatz zunächst auf drei Punkte.

Frühe Führung für Leverkusen

Mit sieben Zählern holte Mainz aus den letzten vier Spielen so viele Punkte wie in der gesamten Hinrunde. Leverkusen kehrte trotz der verschenkten Punkte zumindest für eine Nacht auf einen Champions-League-Platz zurück. Nach kurzer Anlaufphase entwickelte sich zunächst ein ansehnliches Spiel, begünstigt durch die schnelle Bayer-Führung, als Alario die Hereingabe von Moussa Diaby mit der Fußspitze durch die Beine von 05-Keeper Robin Zentner spitzelte. Es war bereits das neunte Tor von Bayer in der Anfangs-Viertelstunde, kein anderes Team traf öfter.

Svenssons Ansage: "Risiko gehen"

Die Mainzer mussten nun noch mehr nach vorne tun und hätten schon zwei Minuten später fast ausgeglichen. Karim Onisiwo köpfte nach guter Flanke des in Leverkusen ausgebildeten Danny da Costa aber an den Außenpfosten. Fünf Minuten vor der Pause hätte dann das 2:0 fallen müssen: Doch Leon Bailey köpfte an die Latte, den zweiten Versuch von Demirbay schlug Moussa Niakhaté kurz vor der Linie weg. Zur Pause musste Bayer den Torhüter wechseln. Niklas Lomb kam für den an der Ferse verletzten Lukas Hradecky und damit nach zwei Europa-League-Einsätzen im Alter von 27 zum Bundesliga-Debüt. Ein Abschlag von Lomb brachte Mainz zur ersten großen Ausgleichs-Chance, doch Leandro Barreiro verzog (55.). In der Folge lag es aber nicht am Torhüter, dass Bayer den Sieg noch verspielte. Lomb parierte sogar noch stark gegen Onisiwo (65.). Treffer von Niakhaté (71.) und Leverkusens Demarai Gray (72.) zählten jeweils wegen Handspiel nicht. Trainer Bo Svensson witterte die Überraschung, rief immer wieder "Risiko gehen". Sein Team kassierte zwar das 0:2, belohnte sich aber spät doch noch.

Svensson: "Sehr stolz auf die Jungs"

Der FSV liegt nun mit 14 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt momentan drei Punkte. Für den FSV und Trainer Bo Svensson zeigten sich zufrieden: "Wir haben ein Spiel mit zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit hatte Leverkusen die gefährlicheren Aktionen. In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, müssen früher das 1:1 machen. Wir bekommen dann den Nackenschlag und kommen dann zurück. Ich bin sehr stolz auf die Jungs."

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