Jürgen Klopp und sein Herzensclub FSV Mainz 05 (Foto: Imago, imago images / Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga

Jürgen Klopp drückt Mainz 05 die Daumen

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Mit Christian Heidel hat der FSV Mainz 05 auch ein Stück Jürgen Klopp zurück erhalten. "Wir sind richtig, richtig gute Freunde und tauschen uns sehr, sehr häufig aus", beschreibt der zweimalige Welttrainer Klopp sein Verhältnis zu seinem Entdecker Heidel.

Für Jürgen Klopp ist der FSV Mainz 05 ein ganz besonderer Verein, das hat er schon immer betont, und das gilt auch bis heute. "Das Gefühl geht schon weit. Als Köln beispielsweise gewonnen hat jetzt am Wochenende, dachte ich, das ist schlecht", sagt der mittlerweile 53-Jährige, der elf Jahre das Trikot des FSV getragen hat. An Rosenmontag 2001 beförderte Heidel seinen Spieler dann zum Trainer und legte damit den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere. "Die Zeit in Mainz hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin", begründet der Trainer des FC Liverpool, warum er sich bis heute mit dem Schicksal des FSV beschäftigt. "Es ist so, dass ich schon noch gucke, wie groß ist der Abstand und wie wahrscheinlich ist es, dass da noch was geht", kennt er sich bestens aus.

Durch Heidel wieder näher dran an Mainz 05

In den vergangenen Jahren hat Klopp das Schicksal seines FSV mehr aus der Ferne verfolgt. Das hat sich mit der Verpflichtung von Heidel geändert. "Jetzt ist Christian wieder da, und das heißt natürlich für mich, dass ich wieder deutlich näher dran bin", sagt Klopp, der immer mal wieder in seine Wahlheimat zurückkehrt. Vergangenen Sommer war er beispielsweise da und traf sich prompt mit seinen ehemaligen Spielern Christof Babatz und Dimo Wache. "Wenn wir gedurft hätten, hätten wir uns auch mit noch mehr Spielern von damals getroffen", erzählt Klopp.

Wende zum Positiven durch Sieg bei Union

Am Wochenende steht für den FSV das Spiel gegen Union Berlin an - die Mannschaft, die Jürgen Klopp nie trainieren wird, wie er selbst sagt. Grund für die Abneigung ist das letzte Spiel in der Saison 2001/2002. Am 5. Mai unterlagen die Mainzer bei Union Berlin mit 1:3, rutschten auf den vierten Tabellenplatz und verpassten dadurch den Aufstieg in die Bundesliga. Bo Svensson war damals noch nicht im Mainzer Team, aber Heidel war natürlich dabei. Für Klopp ist deshalb klar: "Union ist ein spezielles Spiel, und es wäre schön, wenn sich die Mainzer daran erinnern würden. Wenn man die Wende zum Positiven schaffen will, dann ist Union mein Gegner Nummer eins."

Bo Svensson ist Riesen-Trainertalent

Dem neuen 05-Coach Bo Svensson traut Klopp viel zu. "Ich finde, dass das mit Bo als Trainer eine großartige Geschichte ist. Er ist hundertprozentig ein Riesen-Trainertalent", bescheinigt der Welttrainer seinem ehemaligen Spieler. Überhaupt glaubt er durch die Verpflichtung von Svensson, Heidel und auch den Spieler-Neuzugängen wieder an die Zukunft des FSV. "Ich finde, jetzt sieht direkt wieder alles mehr nach Mainz 05 aus." Selbst der Abstieg ist für Klopp mittlerweile kein Schreckens-Szenario mehr.

"Theoretisch könnten wir absteigen, klar kann das passieren. Aber ich mache mir keine Sorgen mehr darum, wie es weitergeht, das ist das Gute", begründet Klopp. "Sollten sie drinbleiben, dann ist das überragend, aber wenn sie nicht drinbleiben, dann gehen wir in die zweite Liga, wie es Mainz immer gemacht hat, und dann arbeiten wir wieder dran, in die erste Liga zurück zu kommen." Diese Aussage unterstreicht ein anderes Statement von Klopp zu seinem Verein Mainz 05: "Ich bin mit dem Herzen komplett dabei."

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