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Gerade erst hat Mainz 05 mit Luca Kilian einen weiteren Innenverteidiger verpflichtet. Es ist der sechste Spieler im Kader für diese Position. Klar ist, dass mindestens ein Abwehrspieler den Verein noch verlassen wird.

"Wir werden nicht mit sechs Leuten in der Innenverteidigung in die Saison gehen. Zumindest nicht, wenn es normal läuft", sagt Sportvorstand Rouven Schröder: "Warten wir es ab, wie die nächsten Tage und Wochen verlaufen".

U21-Nationalspieler Luca Kilian ist ein hoffnungsvolles Talent. Mainz 05 hat ihn schon länger beobachtet und jetzt haben die Transferbedingungen gepasst. "Wirtschaftlich und sportlich, da haben wir zugeschlagen", erklärt Schröder und man merkt dem Sportvorstand ein bisschen Stolz an, einen Mann wie Kilian verpflichtet zu haben. Kilian passt ins Anforderungsprofil der Rheinhessen - er ist jung, entwicklungsfähig und bringt bereits ein bisschen Erstligaerfahrung mit. Über die Ablösemodalitäten wurde zwischen dem abgebenden Verein SC Paderborn und Mainz 05 Stillschweigen vereinbart.

Kilian kam 2019 aus der U23 von Borussia Dortmund nach Paderborn, wo er in der abgelaufenen Erstliga-Saison 15 Einsätze für das Team von Trainer Steffen Baumgart absolvierte. 

Wechselkandidat Niakathé

Die Verpflichtung von Kilian kann durchaus als Vorgriff auf den Verkauf von Moussa Niakathé verstanden werden. Der Franzose steht bei einigen Vereinen aus der englischen Premier League auf dem Zettel. Mit einem Verkauf des 24-Jährigen könnten die Mainzer ganz sicher eine erhebliche Ablösesumme generieren. Möglicherweise könnte auch der Niederländer Jeremiah St. Juste ein Wechselkandidat sein. Das Arbeitspapier von Stefan Bell wurde gerade erst verlängert, sein Abgang wäre daher mehr als überraschend, genauso wie ein Wechsel von Alexander Hack.

Schröder begründet Vertragsauflösung mit Alexandru Maxim

Die Mainzer lösten zudem kürzlich den ursprünglich bis 2021 datierten Vertrag mit Mittelfeldspieler Alexandru Maxim auf. "Er ist ein großartiger Junge mit gutem Charakter und einer Menge fußballerischem Potenzial, das er hier in Mainz leider zu selten abrufen konnte", gibt Schröder als Begründung für den Abschied des Rumänen an. Maxim hatte einen gut dotierten Vertrag in Mainz. Vereine, die Interesse hatten, gab es nicht. So war es für die 05er die einfachste und wahrscheinlich auch kostengünstigste Lösung ,den Vertrag in beidseitigen Einvernehmen aufzulösen.

Der Transfermarkt hat sich verändert

"Die Gespräche mit den Vereinen laufen sensibler ab", hat Schröder bei den bisherigen Transferverhandlungen festgestellt. Durch die Coronakrise sitzt das Geld nicht mehr so locker. "Man stellt sich schneller und deutlicher klar dar. Man sagt schneller 'kann ich nicht, will ich nicht' und dann ist die Verhandlung vielleicht auch mal schneller beendet", so Schröder. "Jeder Verein weiß, was er kann und was nicht", so der Sportvorstand.

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