Mainz-Trainer Bo Svensson (Foto: Imago, IMAGO / Laci Perenyi)

Fußball | Bundesliga

Erstmals alle an Bord: Mainz 05 ohne Personalsorgen gegen Greuther Fürth

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Elf Mainzer Feldspieler waren bis vergangene Woche Freitag in Quarantäne, die ersten Rückkehrer wurden gegen Bochum eingewechselt. Jetzt kann Trainer Bo Svensson erstmals in dieser Saison aus dem Vollen schöpfen.

Alle sind wieder da, alle konnten sich diese Woche fit für Fürth machen: "Es ist auf jeden Fall mehr Qual der Wahl, als es vor dem Leipzig-Spiel war. Das ist klar", lacht 05-Trainer Bo Svensson. "Alle sind jetzt wieder im Training. Das gibt natürlich ein gutes Gefühl".

Trotzdem spricht Svensson noch von einer "Eingewöhnungsphase". Man müsse es sich so vorstellen, als wenn elf Spieler nach einer 14-tägigen Verletzung zurückkämen und dann voll mitmachen sollten. "Es sind alles unterschiedliche Spielertypen, vor allem körperlich auch unterschiedlich. Deswegen verkraftet es der eine besser als der andere", so Svensson. Die Herausforderung für ihn und sein Team sei, herauszufinden, wer fit sei und Vollgas geben könne.

Stach vor Bundesliga-Debüt gegen seinen Ex-Verein

Neuzugang Anton Stach steht am Samstag gegen seinen Ex-Verein vor seinem Bundesligadebüt. Bisher musste er noch eine Rotsperre aus der vergangenen Saison absitzen. "Er fiebert dem Spiel entgegen. Aber er muss sich selbst treu bleiben und das Spiel genießen", sagt Svensson. Dennoch räumt der Trainer ein, dass sein Schützling sicherlich mental mehr Aufgaben zu bewältigen habe als andere Spieler.

Stach war im Aufstiegsjahr der Fürther ein Leistungsträger gewesen, im Sommer war er zu den Rheinhessen gewechselt. "Darauf brenne ich ungemein und deshalb ist diese Woche auch so wichtig für mich. Ich feuere alles raus, damit ich gegen Fürth meine Chance bekomme", sagte der Neuzugang im vereinseigenen Interview.

Ein anderer Auftritt als gegen Bochum ist gefragt

Eine Leistung wie bei der 0:2-Niederlage gegen Aufsteiger Bochum am vergangenen Wochenende will Svensson nicht nochmal erleben: "Ich habe nicht das Gefühl, dass wir die entsprechende Energie auf den Platz gebracht haben, die man natürlich braucht, wenn man auswärts in der Bundesliga vor Fans spielt", so der Coach der Rheinhessen. Mit solchen Auftritten bekäme man Probleme in der Liga, sagt Svensson weiter. Seine Mannschaft habe die Qualität, aber nur, wenn sie sich am Limit bewege. In der Analyse gab es klare Worte des Chefcoachs, aber "Ausrasten oder sowas habe ich nicht gemacht", erklärt er.

Fürth spielt "positiven Fußball"

Gegen Aufsteiger Fürth erwartet Svensson ein intensives Spiel: "Die Spielweise ist schon aggressiv und aktiv, sagen wir mal ein positiver Fußball". Genau das mache Fürth stark und deswegen vermutet er, dass die Fürther genau dieses Spiel versuchen durchzubringen.

Kein Aktionismus bei der Stürmersuche

Für die Offensive stehen Svensson aktuell und damit auch gegen Fürth drei Stürmer zur Verfügung: Jonathan Burkardt, Adam Szalai und Karim Onisiwo. Das sind zwei weniger als vergangene Saison. Auch Jae-Sung Lee könne dort spielen, so Svensson.

Möglicherweise werden die Mainzer aber noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv: "Wir gucken auch im Sturm nach, ob ein Spieler zu uns passt." Man hole aber niemanden, nur um Aktionismus zu betreiben. "Das ist ganz klar gegen die Philosophie und das Mindset, was ich habe. Nicht nur einen holen, um einen zu holen", erklärt der 05er-Coach.

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