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Zehn Punkte aus fünf Spielen, gegen die Top-Teams aus Leipzig, Leverkusen und Mönchengladbach sieben Zähler geholt, den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze wiederhergestellt. Beim 1. FSV Mainz 05 läuft es derzeit - und die Brust wird immer breiter.

Trainer Bo Svensson und die Ersatzspieler sehnten an der Seitenlinie stehend den erlösenden Schlusspfiff herbei, dann stießen sie einen kollektiven Jubelschrei aus. Für den FSV Mainz 05 ist das rettende Ufer in der Bundesliga nach dem überraschenden 2:1 (1:1) bei Borussia Mönchengladbach schneller als erwartet wieder in Sicht.

"Die Nervosität steigt, mit jedem Punkt, den wir holen"

Im Rausch des Sieges startete Sportdirektor Martin Schmidt die Psychospielchen im Kampf um den Klassenerhalt. "Der Druck vorne wird größer. Die Nervosität steigt, mit jedem Punkt, den wir holen", sagte Schmidt. Durch den ersten Sieg im Borussia-Park seit fünfeinhalb Jahren verkürzten die nach der Hinrunde abgeschlagenen Rheinhessen den Rückstand auf den Relegationsplatz auf einen Zähler.

"Geht in die richtige Richtung"

"Es geht in die richtige Richtung. Wir sind wieder dran", sagte Schmidt. Ebenso sah es Robin Zentner. "Die Mannschaft funktioniert. Wir werden den Sieg jetzt genießen und so gut es geht regenerieren", sagte der Keeper: "Dann bereiten wir uns auf Augsburg vor. Da wollen wir wieder punkten."

Von 15 möglichen Punkten in der Rückrunde holte der FSV zehn. Vor Gladbach besiegten die Mainzer schon RB Leipzig und holten in Leverkusen einen Zähler.

"Der größte Impuls ist von den Spielern selbst gekommen. Sie wussten, dass sie einige Sachen besser machen mussten nach einer schlechten Hinrunde", lobte Trainer Svensson sein Team. Doch auch der Ex-Profi hat entscheidenden Anteil am Aufschwung. Die Mannschaft hat im 5-3-2-System an Stabilität und Sicherheit gewonnen.

"Sie stehen gut und kompakt", lobte auch der Gladbacher Coach Marco Rose. Unter dem Strich war der Auswärtssieg durch die Treffer von Karim Onisiwo (10. Minute) und Joker Kevin Stöger (86.) "etwas glücklich", wie auch Svensson einräumte. Doch die Mainzer haben inzwischen einen klaren Plan, der auch ein mutiges Umschaltspiel beinhaltet.

"Lass uns den geilsten Abstiegskampf machen"

"Der Glaube war vom ersten Tag, an dem ich hier war, da", sagte Winter-Neuzugang Danny da Costa bei "Sky". Der scheinbar aussichtslose Kampf scheint sich nun als Vorteil zu erweisen. "An Weihnachten haben wir gesagt: 'Lass uns den geilsten Abstiegskampf machen, wir haben nichts zu verlieren", verriet Schmidt.

Stöger als entscheidender Faktor

Jetzt muss sich der FSV diese Unbekümmertheit allerdings auch bewahren, wenn er wieder etwas zu verlieren hat. Stöger könnte dabei ein entscheidender Faktor werden. Der Ex-Düsseldorfer erzielte nach seiner Einwechslung in Leverkusen schon den Ausgleich in der Nachspielzeit, jetzt sorgte sein Treffer sogar für drei Punkte.

"Kevin hat unser Spiel nicht nur wegen seines Tores positiv beeinflusst. Er hat viel Ruhe am Ball", sagte Svensson. Mit dieser Ruhe und dem neu gewonnen Selbstvertrauen wollen die Mainzer ihre Aufholjagd fortsetzen. Svensson, Schmidt und Sportvorstand Christian Heidel plauderten noch lange nach dem Spiel entspannt an der Seitenlinie über die Situation. Dabei ging es wesentlich leiser zu als beim Abpfiff.

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