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Mainz 05 arbeitet im Trainingslager in Österreich an seiner größten Stärke – dem Zusammenhalt. Mit dieser Tugend will Trainer Bo Svensson sein Team für die 13. Bundesliga-Saison in Folge fitmachen.

Bad Häring, Harmonie in der Idylle. 2880 Einwohner, die Wiesen Blühen, Kühe grasen friedlich an den Hängen auf den Weiden. 05-Trainer Bo Svensson ist mit dem Ablauf des Trainingslagers bis jetzt sehr zufrieden. Neben den teils harten Trainingseinheiten steht das Zusammengehörigkeitsgefühl im Mittelpunkt. Die Chemie im Team: Sie ist das große Pfund, mit dem Mainz 05 in der abgelaufenen Saison sensationell den Abstieg verhindert hatte. Die Spieler treffen sich zwischen den Trainingseinheiten in der Lobby des Mannschaftshotels und tragen ein Quiz-Duell aus. Zimmer gegen Zimmer. Es geht um Mainz-05-Fragen. Dabei wird viel gelacht und das schweißt die Spieler auch neben dem Platz als Einheit zusammen.

Es könnte sofort losgehen

Bo Svensson beobachtet das Ganze aus der Entfernung mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht, er hat schon jetzt großes Vertrauen in seinen Kader. Nur ein weiterer richtiger Stürmer, der fehlt dem Dänen noch. Besonders nach den Abgängen von Robert Glatzel und Robin Quaison. "Mit den Stürmern, die wir haben, wissen wir, dass wir morgen Bundesliga spielen können, aber wir haben oft mit zwei Stürmern gespielt und mit nur drei Stürmern im Kader ist das ein bisschen dünn."

Mit neuen Typen zusammen in die Zukunft

Einige Neue sind schon da wie Anderson Lucoqui. Der linke Außenverteidiger kam von Liga-Konkurrent Arminia Bielefeld zu Mainz 05. Der 24-Jährige hat einen Bezug zur Region. Er wurde in Zweibrücken geboren und hat, obwohl er im Alter von vier Jahren nach Leverkusen zog, immer noch Verbindungen nach Rheinland-Pfalz. Lucoqui ist sehr höflich, lacht viel und wirkt schon nach wenigen Wochen voll integriert. Das scheint zu passen: fußballerisch und menschlich.

Dazu der Schweizer Nationalspieler Silvan Widmer. Er kam vom FC Basel zu den 05ern und soll hinten rechts dicht machen. Widmer präsentiert sich in diesen Tagen in Bad Häring gesellig und wirkt tiefenentspannt. Er ist ein gestandener Verteidiger. Seine Entscheidung zu den Rheinhessen zu wechseln, wurde, wie er sagt, sehr stark von der spektakulären Aufholjagd der Mainzer in der Rückrunde der vergangenen Saison beeinflusst.

Zuversichtlich in die Zukunft

Die Defensive ist gestärkt, Leistungsträger wie Dominik Kohr, Moussa Niakhaté oder Jeremiah St. Juste konnten bis jetzt gehalten werden. Mit diesem Kader schauen die Mainzer durchaus positiv in Richtung neue Saison. Ein Saisonziel will Trainer Bo Svensson aber nicht öffentlich ausgeben. Der Coach will keine Ergebnisse vorhersagen, er will Taten auf dem Platz sprechen lassen: "Punkte oder Tabellenplatz, da kann ich gar nichts versprechen. Was ich versprechen kann ist, dass wir unsere Tugenden und das, was wir uns vorgenommen haben, auf den Platz bringen."

Ein Treffen unter Freunden

Im Mainzer Trainingslager läuft bisher alles sehr harmonisch ab. Keine Störfeuer von außen, kein Ärger von Innen. Dazu ein Testspiel, auf das sich alle freuen. Am Freitag geht es in Grödig bei Salzburg gegen Ex-05-Trainer Jürgen Klopp und dessen FC Liverpool. Das ist für alle Mainz-Fans und auch für die Spieler ein ganz besonderes Ereignis. Für Vorstand Sport Christian Heidel ist es nicht ganz so außergewöhnlich, denn er hat von allen 05ern über die Jahre immer den besten Kontakt zu Klopp: "Ich muss zugeben, ich habe ihn fast vier Wochen lang gesehen. Denn wir waren zwar nicht zusammen im Urlaub, aber sehr, sehr nah beisammen – haben zwei Geburtstage zusammen gefeiert und trotzdem freue ich mich darauf, ihn jetzt schon wieder zu sehen, das ist sicherlich was Besonderes", sagt Heidel im SWR-Interview. Er wirkt dabei genauso entspannt wie Bo Svensson und das gesamte Team. Frei nach dem Motto: "Zusammen ist man nicht allein" sind es für Mainz 05 intensive, aber auch schöne Tage in Tirol.

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