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Der 1. FSV Mainz 05 will nach den ersten sieben Spielen ohne Sieg endlich drei Punkte holen, am Sonntag in Freiburg hat das Team die nächste Chance dazu. Auch beim Gegner kriselt es ein wenig.

Der erste Sieg muss her - so viel ist beim Tabellenletzten aus Mainz nun schon seit Wochen klar. Die Ausgangssituation vor dem Gastspiel beim SC Freiburg (Sonntag 15:30 Uhr) ist also eigentlich dieselbe wie vor den letzten Spielen auch, allein der Druck steigt mit jeder weiteren Partie. Gegen die ebenfalls katastrophal gestarteten Schalker holte das Team von Trainer Jan-Moritz Lichte zuletzt zwar den ersten Punkt, es brauchte allerdings zwei Elfmeter, um überhaupt ein Unentschieden einzufahren. Nun ist die Frage, ob Lichte in der Länderspielpause an den richtigen Stellschrauben gedreht hat.

Der Kapitän fehlt gelbgesperrt

Man habe "inhaltlich, aber auch körperlich gearbeitet", so der 05-Coach und auch die Inhalte vertieft, die den eigenen Spielstil ausmachen sollen: "Dass wir uns gewisse Balleroberungen in gewissen Bereichen vorstellen, dass wir schnell umschalten wollen, Geschwindigkeit in unser Spiel reinbekommen wollen." Nun gelte es, die Nationalspieler, die unter der Woche zurückgekehrt sind, "so zu integrieren, dass es da keine großen Unterschiede gibt zwischen denen, die zwei Wochen bei uns waren und denen, die jetzt eine halbe Woche haben auf Freiburg". Ausfallen wird neben den Verletzten Philipp Mwene und Ádám Szalai auch Kapitän Danny Latza, der am Sonntag gelbgesperrt ist.

Auch Freiburg ist in einer kleinen Krise

Der Sportclub scheint zumindest ein schlagbarer Gegner zu sein, auch die Breisgauer sind mittlerweile seit fünf Spielen ohne Sieg. Im Unterschied zum FSV verlor Freiburg seine Spiele mit Dortmund, Leverkusen und Leipzig allerdings ausschließlich gegen absolute Spitzenmannschaften. Lichte erwartet, dass es gegen die gut strukturierten Hausherren für seine Mannschaft "auch Situationen geben wird, wo wir ein bisschen Geduld haben müssen". Freiburg lebe "von der Intensität, aber auch von sehr organisierten Abläufen, offensiv wie defensiv". Die schnellen Balleroberungen und das zügige Umschaltspiel, das er von seiner Mannschaft sehen will, sind da umso schwieriger.

Nichtsdestotrotz: Angesichts der letzten Ergebnisse ist auch Freiburg in einer kleinen Krise, umso größer ist der Druck auf die Rheinhessen, endlich einen Sieg einzufahren. Lichte habe "ein gutes Gefühl" im Hinblick auf die Partie, besonderen Druck mache er sich nicht: "Ich gehe es so an wie jedes andere Spiel vorher auch. Das bedeutet volle Konzentration auf die tägliche Arbeit, auf die Idee, die wir für das Spiel entwickeln, auf die Umsetzung im Spiel. Das ist für mich jetzt keine Veränderung."

Mainz ist nicht hoffnungslos abgeschlagen - noch nicht

Mit Blick auf die Tabelle müssen am Sonntag dennoch zwingend drei Punkte her. Noch ist die Konkurrenz auf den Nichtabstiegsrängen in Reichweite, falls die Erfolgserlebnisse in nächster Zeit weiter ausbleiben, kann sich das allerdings ganz schnell ändern. Dessen wird sich auch Jan-Moritz Lichte bewusst sein.

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