Mainz 05 Spieler jubeln über den Sieg in Hoffenheim (Foto: imago images, Imago/Marcel Lorenz)

Fußball | Bundesliga

Geht der Mainzer Höhenflug weiter?

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Mainz steht auf Rang vier der Tabelle – mit neun Punkten haben die Rheinhessen bereits mehr Zähler als nach der kompletten Hinrunde der vergangenen Saison. Klar, das ist nur eine Momentaufnahme, es spricht aber einiges dafür, dass es so weitergehen könnte.

Noch erfolgreicher nach vier Spieltagen als aktuell, war Mainz in seiner Bundesliga-Geschichte nur einmal, 2010/11 unter Thomas Tuchel, als es vom Start weg vier Siege gab. Die aktuelle Tabellenplazierung ist die beste des FSV seit Oktober 2014, als man unter Kasper Hjulmand mal Dritter war. Der Blick auf die Statistik, der Blick auf die aktuelle Tabelle ist 05-Coach Bo Svensson völlig egal: "Das ist eine Geschichte für euch Journalisten. Nach den ersten vier Spieltagen hat das keine richtige Relevanz, finde ich. Ich erwarte, dass das ein enges Spiel wird. Dass die Tabellensituation so ist, spielt für mich keine Rolle."

Den Schwung aus der Vorsaison mitgenommen

Wirklich überraschend ist der gute Mainzer Start und der Höhenflug in der Tabelle aber nicht, vielmehr knüpft der FSV an die starke zweite Hälfte der vergangenen Spielzeit an. Der Erfolg ist eng verknüpft mit Coach Bo Svensson. Seit der Däne am 5. Januar dieses Jahres den Trainerposten der Rheinhessen übernahm, holten nur vier Bundesligisten mehr Punkte.

Gegner Freiburg ist noch ohne Saison-Niederlage

Mainz ist Vierter, Freiburg Fünfter – erstmals in der Bundesliga-Geschichte stehen beide Vereine vor einem direkten Duell gemeinsam unter den Top 5 der Tabelle. Der Mainzer Höhenflug ist das eine, der Gegner am Samstag hat es aber auch in sich. Der SC Freiburg ist in dieser Saison weiterhin ungeschlagen, hat nun acht Punkte auf dem Konto. Die gute SC-Startserie fortzusetzen, dürfte aber schwierig werden für die Mannschaft von Christian Streich, schließlich ist Mainz so etwas wie ein Angstgegner. Die Rheinhessen holten in der vergangenen Saison einzig gegen Freiburg alle sechs möglichen Punkte und feierten auch insgesamt in ihrer Bundesliga-Historie gegen keinen anderen Verein so viele Siege, nämlich 14, wie gegen den SC. Bo Svensson erwartet ein schweres Spiel: "Die Form von Freiburg ist gut, die Form ist sehr konstant. Das ist eine Mannschaft, die ihre Rolle klar kennt. Da kommt eine Top-Mannschaft auf uns zu."

05-Stürmer sind in Topform

Ein großes Problem der Mainzer, bevor Bo Svensson Trainer wurde, war das Toreschießen. Seit der Däne in Mainz ist, klappt das deutlich besser, auch in dieser Saison. Der "1:0-Spezialist" ist neuerdings Jonathan Burkardt. Er hat sich beim FSV einen Stammplatz erarbeitet, stand diese Saison in allen Spielen in der Startelf. In der Vorwoche in Hoffenheim gelang dem Kapitän der deutschen U-21-Nationalmannschaft sein erstes Saisontor. Insgesamt war es Burkardts vierter Bundesliga-Treffer – und mit allen vier brachte er die Mainzer mit 1:0 in Führung. Sturm-Kollege Marcus Ingvartsen erzielte am vergangenen Spieltag bei seinem Debüt im FSV-Dress nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung den Treffer zum 2:0-Endstand. So kann es aus Sicht des Dänen natürlich weitergehen. Gegen den SC Freiburg gelang Ingvartsen übrigens im Oktober 2019 für seinen alten Verein, für Union Berlin, sein erstes Bundesliga-Tor. Bo Svensson hat die Qual der Wahl. Er hat vier gesunde Stürmer. Neben Burkardt und Ingvartsen sind auch Karim Onisiwo und Adam Szalai gut drauf. Wer von Beginn an spielt, ließ der 05-Coach vor der Partie gegen Freiburg noch offen.

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