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45 Minuten lang sah es nach einem perfekten Bundesliga-Debüt für Finn Dahmen aus. Der 22-Jährige, der aufgrund einer Rückenverletzung der eigentlichen Nummer eins Robin Zentner ins Tor des 1. FSV Mainz 05 gerückt war, zeigte im Gastspiel beim FC Bayern eine starke Leistung. Die Rheinhessen führten beim deutschen Rekordmeister sensationell mit 2:0. Am Ende hieß es dann zwar 2:5 - doch sowohl Mainz als auch Dahmen können viel Positives aus der Partie ziehen.

Finn Dahmen war nach der Partie bei den "großen Bayern", dem Tabellenführer sowie amtierenden Meister, Pokal- und Champions-League-Sieger, euphorisiert. Trotz der am Ende zu deutlichen 2:5-Pleite seines FSV Mainz 05 ist mit seinem Pflichtspieldebüt für die Profis "ein Kindheitstraum" in Erfüllung gegangen, schwärmte der junge Keeper am ARD-Mikrofon. Der gebürtige Wiesbadener kickt seit 2008 bei den Rheinhessen, gilt als großes Talent (zwei Länderspiele für die deutsche U21-Nationalmannschaft) und lief bisher für die Regionalliga-Reserve auf. Nun erlebte er die ganz große Bühne.

"Habe mich riesig gefreut"

"Ich habe mich riesig gefreut, als ich erfahren habe, dass ich spielen werde", gestand der 20-Jährige, der mit seiner Mannschaft perfekte 45 Minuten erlebt hatte. Jonathan Burkardt (32. Minute) und Alexander Hack (44.) hatten die Mainzer in Führung geschossen, eine Sensation lag in der Luft. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Danny Latza kurz nach der Pause das 3:0 für die Gäste erzielt hätte? Doch der Mittelfeldspieler traf nur den Pfosten des Münchner Tores.

Kurz danach schlug der FCB dann zurück. Joshua Kimmich (50.), Leroy Sané (56.), Niklas Süle (70.) und der zweimal erfolgreiche Weltfußballer Robert Lewandowski (76./Foulelfmeter/83.) sorgten für einen letztlich klaren Bayern-Sieg, der in seiner Deutlichkeit dem lange Zeit couragierten Auftreten der Mainzer nicht gerecht wird.

"Wir haben zu 100 Prozent daran geglaubt"

Das sah auch Dahmen so. "Die erste Halbzeit von uns war ein Traum. Dann haben wir die Riesenchance aufs 3:0 - wer weiß, was passiert, wenn wir es machen? Wir haben jedenfalls zu 100 Prozent daran geglaubt, dass wir die Sensation schaffen können", sagte der Torhüter: "Das es am Ende 5:2 ausging, dämpft die Freude ein bisschen. Aber klar, Bayern hat sich dann irgendwann in einen Rausch gespielt. Obwohl wir selbst nach dem 2:3 noch die Chance auf den Ausgleich hatten. Am Ende sind wir dann ein bisschen auseinandergefallen."

"Jetzt gegen Frankfurt drei Punkte holen"

Trotz der erneuten Pleite und des Verharrens auf Abstiegsrang 17 sieht Dahmen in der Leistung vom Bayern-Spiel einen Fortschritt. "Vor allem auf der ersten Halbzeit können wir aufbauen. Jetzt heißt es eben, nächste Woche gegen Eintracht Frankfurt drei Punkte zu holen", sagte er. Das Gastspiel beim deutschen Rekordmeister sei ein Mutmacher.

Ob Dahmen im Rhein-Main-Derby (Sa 9.1., 15:30 Uhr) erneut spielen wird, ist noch ungewiss. Gut möglich, dass mit Zentner die eigentliche Nummer eins ins Mainzer Tor zurückkehrt.

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