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Der FSV Mainz 05 hat Dominik Kohr und Danny da Costa bis zum Saisonende von Eintracht Frankfurt ausgeliehen. Beide Spieler standen beim 3:2-Sieg gegen RB Leipzig direkt in der Startelf und waren maßgeblich am ersten Heimerfolg in dieser Saison beteiligt.

Sie kennen sich seit ihrer Jugend: Dominik Kohr und Danny da Costa wurden gemeinsam bei Bayer Leverkusen ausgebildet. Zusammen durchliefen sie dort die Jugendmannschaften des Werksclubs. Da Costa stammt gebürtig aus Neuss, Kohr aus Trier. Den Fußballfans ist der Name Kohr schon lange ein Begriff: Dominiks Vater Harald ging bereits in den 1980er Jahren für den 1. FC Kaiserslautern auf Torejagd. Ihm gelangen damals 45 Treffer in 86 Spielen - eine satte Ausbeute.

Kein Weg war zu weit

Als Dominik Kohr in Leverkusens Jugend spielte, fuhr ihn Papa Harald fünf Mal pro Woche von Trier nach Leverkusen ins Training - pro Strecke über 180 Kilometer. Bis heute ist sein Vater ein ganz wichtiger Ansprechpartner für ihn. "Er ist immer für mich da. Wenn ich ein Gespräch brauche, dann rufe ich ihn an. Er hat immer ein offenes Ohr für mich", erzählt Kohr. So weite Wege wie sein Kumpel musste Danny da Costa nicht zurück legen. Er wuchs eine halbe Stunde vom Leverkusener Trainingsplatz entfernt in Neuss auf. Nach der Jugend trennten sich die Wege der beiden, bis sie schließlich bei Eintracht Frankfurt landeten. Jetzt sind sie bis zum Saisonende von der Eintracht zu Mainz 05 ausgeliehen.

Mainzer Hoffnung im Abstiegskampf

Ihr erster gemeinsamer Einsatz am vergangenen Samstag hat erahnen lassen, welchen Wert die beiden Neuzugänge für Mainz im Abstiegskampf haben könnten. Starke Laufleistung, sicheres Passspiel, gute Zweikampfquote und selbstbewusstes Auftreten zeichnete beide aus. Alles Attribute, die im Abstiegskampf Gold wert sind. "Ich würde uns nicht als Bessermacher bezeichnen. Was Dominik und mich auszeichnet, ist unsere Teamfähigkeit und unser Einsatzwille. Wir sind von unserem Naturell her so, dass wir uns für die Mannschaft, für die wir auf dem Platz stehen, aufopfern", lautet die bescheidene Einschätzung von Danny da Costa. Ihr Trainer Bo Svensson ist mit den Beiden auf jeden Fall hoch zufrieden. Und den Fans geben sie Hoffnung im Rennen um den Klassenverbleib.

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