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Der FSV Mainz 05 hat im Kellerduell mit Arminia Bielefeld einen Dämpfer hinnehmen müssen. Nach dem 1:1 (0:0) beträgt der Abstand zur Abstiegszone weiter nur zwei Punkte.

Bo Svensson schlich nach dem Schlusspfiff niedergeschlagen über den Platz und kratzte sich immer wieder am Kopf. Der Trainer wusste: Sein FSV Mainz 05 hatte einen echten Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst.

Nach dem 1:1 (0:0) gegen den direkten Konkurrenten Arminia Bielefeld ist die Lage weiter ernst. "Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber immerhin haben wir die Distanz nach hinten gewahrt", befand der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt nach der Partie. "Das Minimalziel ist damit erreicht."

Die Mainzer bleiben damit nur zwei Zähler vor dem Aufsteiger, der auf Rang 17 liegt - punktgleich mit dem 1. FC Köln auf dem Relegationsplatz. "Das ist schwer einzuordnen, wir wollten unbedingt gewinnen. Deshalb ist mir der Punkt zu wenig", sagte Bielefelds Torschütze Andreas Voglsammer: "Aber man muss trotzdem erstmal zurückkommen. Mit einer Niederlage wäre es ganz schwer geworden, Mainz zu holen."

Brosinski erzielt zwischenzeitlichen Führungstreffer

Daniel Brosinski (56., Foulelfmeter) hatte die Rheinhessen in Führung gebracht, Voglsammer (76.) glich für die Arminia aus, die nach nur einem Sieg aus fünf Spielen unter Trainer Frank Kramer in akuter Abstiegsgefahr bleibt. Beim 1:1 waren wir nicht ganz wach. Deshalb müssen wir die Chancen, die wir haben auch nutzen", sagte Mainz-Profi Leandro Barreiro nach der Partie.


Für die Mainzer war es der Auftakt der Wochen der Wahrheit mit den kommenden Partien beim 1. FC Köln und gegen Hertha BSC. Mit großem Einsatz starteten die Gastgeber und ließen durch Leandro Barreiro (3./16.) und Robert Glatzel (11.) gleich zu Beginn hochkarätige Chancen liegen. Doch auch die Arminia versteckte sich in der intensiven ersten Halbzeit keineswegs, hatte teilweise aber Probleme mit dem hohen Pressing der 05er. Voglsammer (9.), der für Kapitän Fabian Klos in die Startelf rückte, setzte den Ball bei der besten Bielefelder Möglichkeit per Kopf drüber. Erst nach rund einer halben Stunde flachte die Partie etwas ab. Die Svensson-Elf suchte immer wieder den schnellen Jonathan Burkardt, der erst vor wenigen Tagen von der EM-Reise mit dem U21-Nationalteam zurückgekehrt war, fand ihn aufgrund der zu ungenauen Angriffe aber nur selten.

Beide Teams kämpfen bis zum Schluss

Nach der Pause schalteten die Mainzer wieder einen Gang hoch und tauchten durch Glatzel (51.) gefährlich vor Arminia-Keeper Stefan Ortega auf. Als Mike van der Hoorn den starken Burkardt im Strafraum foulte, sorgte Brosinski, der den Vorzug vor Danny da Costa erhalten hatte, für die Führung. Bielefelds Trainer Kramer sah wegen Meckerns zusätzlich die Gelbe Karte. Anschließend wurde die Partie hitziger. Die Gäste mühten sich, blieben vor dem Tor von Robin Zentner aber meist zu harmlos. Mainz sorgte in der Schlussphase immer wieder für Entlastung, Ortega verhinderte aber die Entscheidung gegen Philipp Mwene (70.). Voglsammer traf aus 16 Metern auf der Gegenseite.

Mainz droht erneuter Ausfall von Danny da Costa

Besonders bitter: Den Mainzern droht erneut ein Ausfall von Außenverteidiger Danny da Costa. Der 27-Jährige, der derzeit von Eintracht Frankfurt an die Rheinhessen ausgeliehen ist, verletzte sich in der Schlussphase Spiels und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Eine Diagnose zur Verletzung konnte Trainer Bo Svensson zunächst nicht geben. Da Costa hatte sich bereits vor zwei Wochen beim 2:1 bei der TSG 1899 Hoffenheim am Oberschenkel verletzt. Nachdem sich die Verletzung als nicht so schlimm herausstellte, stand der Profi an diesem Samstag schon wieder im Kader und wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Ob nun ein längerer Ausfall droht, konnte Svensson zunächst nicht sagen.

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