Giulio Donati vom 1. FSV Mainz 05 (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Bundesliga Giulio Donati bei Mainz 05 plötzlich wieder wichtig

Giulio Donati wollte weg aus Mainz. Er fand keinen Verein, war Dauergast auf Bank und Tribüne. Und jetzt? Wird er doch wieder gebraucht. Seine Arbeitsauffassung und sein Teamgeist machen es möglich.

Schon die Aufstellung vor dem Spiel gegen Schalke löste große Verwunderung bei den Mainzer Fans aus. Donati? Startelf? Der war doch eigentlich schon längst weg…? Und in Berlin war der Italiener mit dem Kämpferherz wieder in der Startelf. In den schwierigen Wochen davor: Kein Schmollen, kein Meckern. Er ist da, wenn er gebraucht wird. "Die Situation ist jetzt eine andere", gibt der 29-Jährige zu. "Wir verstehen uns trotzdem alle gut. Mit der Mannschaft und auch mit dem Trainer. Ich mache meine Arbeit jeden Tag und die Mannschaft hat mich immer unterstützt."

Integriert trotz Wechselwille

Donati wollte schon im vergangenen Sommer Mainz unbedingt verlassen. Ein Wechsel scheiterte. Trainer Sandro Schwarz plante auf seiner Verteidiger-Position mit anderen Spielern. Auch ein neuer Anlauf zum Absprung in der Winterpause misslang. Trotzdem kein böses Wort, keine Kritik oder Unruhe. "Ich bin professionell geblieben und der Verein auch. Man muss auch weiter zusammenarbeiten können. Das ist meine Einstellung." Und die kam auch im Team sehr positiv an. "Giulio ist ein Mentalitätstyp. Der gibt sich nie auf, ist immer positiv. Solche Spieler brauchst du auch", bestätigt Teamkollege Danny Latza.

Bei den Fans weiter beliebt

Gegen Schalke und Berlin blitzten seine Leidenschaft und sein Temperament auf. Donati, der emotionale Verteidiger, solche Typen schätzen die Mainzer Fans. "Ich spiele mit Herz, das ist mein Stil. Wir alle versuchen immer alles zu geben, manchmal auch ein bisschen zu viel", schmunzelt Donati, der auch den verbalen Nahkampf mit Gegner oder Schiedsrichter nicht scheut. Nach dieser Saison wird ziemlich sicher Schluss sein bei Mainz 05. Wenn es soweit sein sollte wird es definitiv ein sauberer Abschied.

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