Robin Zentner nach dem Spiel gegen Berlin mit Sandro Schwarz (Foto: Imago, jan huebner)

Fußball | Bundesliga Robin Zentner: "Jeder muss sich hinterfragen"

Am Tag der Trennung von Sandro Schwarz war Mainz 05-Torhüter Robin Zentner zu Gast in der Sendung SWR Sport Rheinland-Pfalz. Es spricht über die sportlichen Probleme des Klubs.

Von Trainerentlassung überrascht

Er hat elf Tore in zwei Spielen kassiert, aber für kaum eines ist er wirklich verantwortlich. Robin Zentner ist aktuell nicht zu beneiden. Der Torhüter von Mainz 05 muss ausbaden, was seine Vorderleute verbocken. Die Entlassung von Trainer Sandro Schwarz hat ihn trotzdem überrascht. Schließlich hatte Sportvorstand Rouven Schröder sich nach dem 0:8 gegen Leipzig noch demonstrativ vor den Trainer gestellt. Das war nach dem 2:3 im Heimspiel gegen Union Berlin dann nicht mehr so.

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Auch für Robin Zentner war das eine Zäsur: "Man hat im Stadion gespürt, dass das jetzt eine Situation ist, die wir so noch nicht hatten." Bisher hat Mainz nach Niederlagen oft wieder gewonnen und sein anderes Gesicht gezeigt. Diesmal war es eher eine Fortsetzung der Blamage von Leipzig.

Schwarz hat nicht die alleinige Schuld

Was im Moment fehlt beschreibt Robin Zentner so: "Wir haben die Tugenden, die uns immer ausgezeichnet haben, zuletzt vermissen lassen." Warum das so ist, das ist die Frage, die im Moment niemand beantworten kann. Dem Trainer die alleinige Verantwortung zu geben, greift für Zentner allerdings zu kurz. "Es geht nicht darum, jetzt zu sagen, wer etwas falsch oder richtig gemacht hat. Jetzt muss sich jeder selbst hinterfragen, denn jeder hat Fehler gemacht", meint Zentner. Er bemängelt, dass die Mannschaft nach Rückstand oft ihr Konzept und den Mut verliert. Das abzustellen dürfte eine der wichtigsten Aufgaben für den Nachfolger von Sandro Schwarz sein.

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Keine Probleme innerhalb der Mannschaft

Der neue Trainer muss aus den Individualisten wieder eine Mannschaft formen. Gerüchte über Grüppchenbildung und Zwist innerhalb der Mannschaft dementiert Zentner aber. "Natürlich können bei 30 zusammengewürfelten Personen nicht alle beste Freunde sein, aber das ist normal. Es ist aber nie der Fall gewesen, dass wir in der Mannschaft Probleme haben", beschreibt Zentner das Innenleben des 05-Kaders.

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Jetzt heißt es in der Länderspielpause den Resetknopf zu drücken, möglichst schnell einen neuen Trainer zu finden und dann kann Mainz 05 nur hoffen, dass die Entscheidung, sich von Sandro Schwarz zu trennen, die Richtige war.

REDAKTION
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