Fußball | Bundesliga Mainz-05-Trainer Sandro Schwarz will von Krise nichts wissen

Niederlage im Pokal, Niederlage in der Bundesliga - den Saison-Start hat Mainz 05 verpatzt. Und die richtig harten Gegner kommen erst noch. Darum bleibt Trainer Sandro Schwarz trotzdem optimistisch.

Mainz-05-Trainer Sandro Schwarz ist optimistisch, dass seine Mannschaft auch gegen Borussia Mönchengladbach punkten kann (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Patrick Seeger)
Mainz-05-Trainer Sandro Schwarz ist optimistisch, dass seine Mannschaft auch gegen Borussia Mönchengladbach punkten kann Patrick Seeger

Die beiden Niederlagen im Pokal und zum Auftakt der Bundesliga schmerzen. Auch am Tag danach ärgerte sich Mainz-05-Trainer Sandro Schwarz über die teilweise haarsträubenden Abwehr-Fehler, die die Mainzer trotz über weite Strecken ganz guter Leistungen mit zwei Niederlagen dastehen lassen: "Wir wollen das nicht auf das Pech reduzieren. Das ist nicht unser Anspruch."

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Gute Leistung mit entscheidenden Fehlern

Er habe die Fehler seiner Mannschaft ausführlich analysiert, "dennoch ist es wichtig, damit umzugehen und sich nicht von diesen fünf/sechs Minuten, die wir natürlich besser verteidigen müssen, verleiten lassen." Er erinnert sich an Chancen von Robin Quaison (9., 28. & 58.) oder Jean-Paul Boëtius (56.). Mit etwas mehr Konsequenz und Fortune hätte Mainz das Spiel sogar gewinnen können. "Wir hatten auch gegen Kaiserslautern zahlreiche Torchancen und haben ein gutes Spiel abgeliefert - von zehn Spielen gewinnst Du das neunmal."

Dennoch waren die Mainzer in den entscheidenden Momenten nicht auf der Höhe: "Und daran gilt es zu arbeiten: im letzten Drittel noch klarer zu sein und mit mehr Ruhe die Abschluss-Möglichkeiten zu suchen."

Die schwierigeren Gegner kommen noch

Doch Sandro Schwarz hat ein Problem: Die kommenden Gegner heißen Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, Hertha BSC, Schalke 04 und VfL Wolfsburg - alles Teams, die nominell deutlich stärker besetzt sind als Mainz. Und viele Fans fragen sich: Wenn schon gegen die vermeintlich einfachen Gegner nicht zum Sieg reicht, wie will die Mannschaft dann gegen die Spitzenteams der Liga punkten?

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Doch mit Pessimismus kann Schwarz nicht viel anfangen, "weil es wichtig ist, die Dinge richtig einzuordnen. Wir sind alle frustriert über das Pokal-Spiel. Wir wissen, welche Bedeutung das für die Region hat - auch für die Mannschaft. Da können alle beruhigt sein, dass da keiner in der Kabine saß und dachte: 'Naja, dann haben wir halt man gegen Kaiserslautern verloren.' Jetzt haben wir ein Bundesliga-Spiel absolviert, das wir verloren haben, dass aber aufgrund der Leistung über weite Strecken Zuversicht geben sollte."

Schwarz gibt sich jedenfalls zuversichtlich und spricht angesichts der kommenden Gegner lieber von "Chancen" und "Herausforderungen". Wir haben noch 33 Spiele und dürfen nicht so tun, als könnten wir die Dinge nicht noch regeln. Es ist eine brutal schwere Aufgabe gegen Borussia Mönchengladbach, das ist eine Top-Mannschaft. Aber diese Chance sehen alle Beteiligten."

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