obin Zentner, Torhüter von Mainz 05, will auch am Freitag auf Schalke spielen (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Bundesliga Robin Zentner: Die 1b des FSV Mainz 05

Auf den Mann ist Verlass. Wenn der Ersatztorwart des FSV Mainz 05 gebraucht wird, ist er da. Robin Zentner ist sowas wie der "Mr. Zuverlässig" bei den 05ern. Er fügt sich in seine Rolle als Ersatzmann. Dabei kann er doch so viel mehr als nur auszuhelfen.

Robin Zentner ist die von Trainer Sandro Schwarz erklärte Nummer zwei im Tor des FSV Mainz 05. Das hat er vor der Saison so festgelegt. Zentner ist bereit, wenn er gebraucht wird. So auch am letzten Samstag, als er beim 2:1-Sieg der Mainzer gegen Hertha BSC für den an der Hand verletzten Stammtorhüter Florian Müller einspringen musste. Dabei lies Zentner nicht eine Sekunde einen Zweifel daran aufkommen, dass er eigentlich auch eine Stammkraft sein könnte. Mehrfach reagierte der 24-Jährige mit tollen Reflexen und sicherte so den Rheinhessen letztlich den ersten Sieg der Saison.

Robin Zentner ist ein Kommunikator

Zentner hat genauso wie Müller, sein Konkurrent auf der Torwart-Position, das Nachwuchsleistungszentrum der Rheinhessen durchlaufen. Neben dem Platz gilt er als ruhiger, besonnener und gelassener Zeitgenosse. Auf dem Platz kann er ganz anders. Dort kann er laut werden. Das ist wichtig, denn "Kommunikation bringt Emotion"“, sagt 05-Trainer Schwarz. Gegen Berlin dirigierte Zentner seine Vorderleute in der Abwehrkette mit klaren Ansagen und Gesten. Er motivierte und kritisierte, wenn es nötig war. Dazu hielt er mehrere schwere Bälle.

Dauer

Robin Zentner will spielen

Am letzten Wochenende bekam der in Rüdesheim am Rhein geborene Zentner wieder mal eine Chance. Die hat er genutzt. Seine Paraden katapultierten ihn - nach monatelangem Warten auf der Ersatzbank und ohne Spielpraxis - direkt in die "kicker Elf des Spieltags". "Das ist mein Job", sagt der Torhüter: "Das habe ich schon öfters gezeigt. Natürlich will ich das kontinuierlich bringen“. Zentner bleibt bescheiden und gibt sich auf den ersten Blick mit seiner Rolle zufrieden. Aber nur auf den ersten Blick, denn er fügt hinzu: "Ich will immer spielen, ich will jedes Spiel spielen. Das wissen alle."

Die Fans hätten nichts dagegen. Nach dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin wurde Zentner als "Humba-Taktgeber" auf den Zaun gerufen. Das ist immer eine besondere Ehre und gebührt meistens dem Spieler des Spiels. Zentner könnte sich daran gewöhnen.

Bereit für den FC Schalke 04

Das nächste Highlight wartet schon. Am Freitag (20:30 Uhr) gastiert Mainz beim FC Schalke 04. Zentner kann sich gut vorstellen, auch bei den Königsblauen im 05-Kasten zu stehen. Müller, sein Konkurrent im Tor, steigt am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining ein. Wer in Gelsenkirchen im Tor der Rheinhessen stehen wird, lässt 05-Coach Schwarz aktuell noch offen. Keine Frage, Zentner hat sich eine weitere Bewährungschance verdient.

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